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Der Weltenwanderer

Der Weltenwanderer

Der Weltenwanderer kommt jetzt auch ins Kino und auf DVD. Martin Hasenöhrl hat Gregor Sieböck über zwei Jahr hinweg immer wieder auf seinem Weg begleitet und so einiges an Filmmaterial zusammengetragen. Erstaufführung der Dokumentation ist am Crossing Europe Filmfestival in Linz.

Doch Gregor wurde von Martin nicht nur auf seinen Wanderungen begleitet, sondern er filmte auch seine zweite Seite, nämlich die des durchs Land ziehenden Vortragsreisenden der Menschen inspiriert und begeistert.
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Rastplatzerl

Rastplatzerl


Nachdem ich heute schon um 11h Vormittags aufgestanden bin – nach nur sechs Stunden Schlaf – wurde ich gleich via Skype angeschrieben ob ich mit auf einen Berg gehen wollte.

Schaute kurz aus dem Fenster raus und überlegte nicht lange. Ich war dabei um mit Mansch, Giggi, Cheesy und Chris an diesem sonnigen Herbsttag schnell auf den Schoberstein zu gehen.

Dieses Mal waren es also die Jungs vom UVB Vöcklamarkt mit denen ich unterwegs war. Die Wanderung auf den leichten und schnell zu begehenden Schoberstein war die perfekte Entscheidung für eine spontane Nachmittagstour. Gingen von Weißenbach am Attersee den Weg Nr. 820 durch den Wald und einer kleinen Lichtung in ~90min auf den Gipfel. Read more…

Nachdem ich im Sommer und Herbst zu sehr mit Wohnungssuche und Auswandern beschäftigt war, möchte ich spät aber doch meinen Beitrag über den Berliner Höhenweg nachreichen.

Die Idee den Höhenweg zu absolvieren kam mir erstmals als ich einen Bericht über den Höhenweg in Alpenvereinsmagazin Bergauf las. Dort wurde er als hochalpiner, wunderschöner Höhenweg beschrieben. Besonders hervorgehoben wurden außerdem der gute Zugang zum Wanderweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dann, etwa Anfang Juni diesen Jahres, sah ich schon langsam Ende am Licht des Tunnels zu meinem Bachelor Abschluss. Nach einem akademischen Jahr voller Prüfungen, Laborübungen und der Bachelorarbeit war die Zeit endlich reif eine Auszeit zu nehmen. Beim Grübeln was ich unternehmen sollte, kam mir der Berliner Höhenweg wieder in den Sinn. Ich suchte das entsprechende Bergauf Magazin und las den Artikel nochmal. Perfekt, das wird es werden!
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Auf der Lanschitzhütte mit Michi, Uta und Eva

Auf der Lanschitzhütte mit Michi, Uta und Eva

Am ersten richtigen Tag ging es gleich mal ans Arbeiten und es wurde um einiges länger als gedacht, aber alles der Reihe nach.

Wolkenloser, blauer Himmel begleitete uns rauf zum Mittlerene Lanschitzsee. Mussten zuerst einmal die ausgerissene Milchkuh suchen um unsere immens wichtige Milchversorgung für den Kakao wieder her zu stellen. Zur Zeit streiken nämlich auch noch die Hühner und legen keine Eier. Doch dies ist bei weitem nicht so wichtig.

Grund fürs Ausreissen dürfte wohl die Einsamkeit unten bei der Hütte gewesen sein. Fanden die Kuh ja auch gleich bei ihrer Freundin. Alleine standen die Chancen schlecht, daher versuchten wir gleich Beide runter zu treiben. Leider war die Milchkuh auf Pepi, dem Hund von Uta, nicht gut zu sprechen worauf wir unsere Taktik ändern mussten.
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Sodale, nicht verwundern über die nächsten Artikel. Es geht jetzt mal nicht hautpsächlich um Bergsport, Umweltschutz oder Geowissenschaften, sondern um die Alpen-Kultur und deren Pflege.
Ich war nämlich eine Woche in Lessach auf der Lanschitzhütte zum Sennen.

Die Lanschitzhütte

Die Lanschitzhütte


Damit es aber nicht fehl interpretiert wird, vom harten Senn-Alltag haben wir insgesamt nur wenig mitbekommen. War mein erstes Mal und da es nur eine Milchkuh mit 2-3 Liter gab war nicht viel Milch weiter zu verarbeiten. Also belief es sich aufs Kühe zählen und dem täglichen Melken, welches aber eh nicht so leicht war wie erhofft.

Zu dieser Woche auf der Alm bin ich übern Michi gekommen der dies letztes Jahr zum ersten Mal gemacht hatte. Dessen Vater fuhr uns auch netterweise gleich runter ins Salzburger Land.

Michi und Willi

Michi und Willi

Marschierten von Lessach ~1,5h rauf zur Lanschitz-Hütte (1718m) wo uns die beiden derzeitigen Bewirterinnen Uta und Eva freundlich empfingen.

Die Hütte liegt am unteren von den drei Lanschitzer Bergseen (Unterer, Mittlerer und Oberer Lanschitzsee) in einem grünen Talkessel. Nördlich und östlich grenzte uns ein schöner Grat aus Urgestein ein. Südlich war ein Gipfel und dazwischen (OSO) öffnete sich ein Übergang rauf zum Mittleren und Oberen Lanschitzsee.

Den Rest des Abends verbrachten wir in der Hütte zuerst mit einem leckeren Mahl von Uta und quatschten dann ein bischen. Die Hütte war recht urig und einfach eingerichtet, auf Prunk wurde verzichtet. Wir hatten aber dank Photovoltaik etwas Strom, womit wir sogar einen CD-Radio betreiben konnten. Dies war also unsere Ausgangslage für eine ruhige Woche vor uns.

Greetz, Kasi

Sandling (1.717m)

Sandling

Der Sandling (1717m) im Salzkammergut mit Berni und Reini wurde gerockt und wir hatten das Wetter auf unserer Seite. An diesem Tag wurden die ersten Gedanken zur Gründung des Vereins ausgetauscht. Vielleicht war die fantastische Aussicht auf den Dachstein mit Gletscher oder die Gespräche die Inspiration. Who knows?!

Bergsturz und Verkarstungen

Hauptgrund dieser Tour, welche von Berni geplant wurde, war eine geologische Besonderheit. Beim Sandling gab es nämlich einen Bergsturz aus dem Jahre 1920 zu sehen. Hier brachen an der Westseite des Berges 6-8 Millionen Kubikmeter Stein runter. Eindrucksvolle Sache und ein erstes echtes rein schnuppern in die Geologie und dann gleich zum Anfassen!
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Am letzten Tag spannten die Oberschenkel noch kräftig von der harten Vortages-Tour. Da nur der kurze Abstieg anstand, war dies aber kein Problem.

Fuhr mit Jörg und Zoe dann das wunderschöne Tal raus. Sahen unterwegs ein paar Haflinger und blieben eine Weile bei ihnen stehen. Das sind schon echt schöne Pferde mit respekteinflössender Statur in Natura.

Da es am Vormittag schon geregnet hatte wurde auch aus dem Fallbach-Klettersteig nichts. Somit wurde leider keiner der drei Klettersteige gemacht, ist schon ein bisschen traurig. Das heißt ich komme nächstes Jahr wieder.
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Heute stand mit der zweiten die längste, schönste und interessanteste Etappe des Reißeck-Höhenweges an. Man geht von Pass zu Pass und quert einen Bergsee nach dem Anderen, immer mit tollen Aussichten auf Berge und Täler.

Das Wetter hatte es überraschenderweise bereits heute mit mir gut gemeint.

Sattel zu Bergsee zu Sattel

Es ging als gleich mal rauf aufs Riekentörl (2.525m), dem ersten Sattel des Tages. Oben sah ich gleich wohin ich weiter gehen werde. Gegenüber wartete schon die Zwenberger Scharte (2.646m), dazwischen war aber noch ein Tal mit Bergsee.

Querte also das Tal und ging zum nächsten Sattel rauf. Dort oben gab es dann wieder das selbe Erlebniss wie zuvor. Aussicht auf den nächsten Sattel und einen Bergsee.

Querte wieder das Tal in dem eine Horde Schafe auf mich wartete. Egal was ich machte, sobald ich mich umdrehte um weiter zu gehen, folgten sie mir und kamen bis auf einen Meter heran. Zum Glück war die lästige Horde dann aber zu faul um den folgenden Anstieg mitzumachen und ich konnte endlich wieder alleine weiter ziehen. War aber eh lustig mit der Partie!

Vom Sattel ging es auf einen Grat rüber zum Zwehenberg Törl (2.760m) wo die Route auf die andere Gebirgs-Seite führte. Hier ging es zwischen und auf Granitblöcken welche den Weg bildeten. Wirkte teilweise wie ein riesen Pommes-Scheiterhaufen aus Urgestein. Vom Grat hatte man eine super Aussicht auf die Hochalmspitze mitsamt Gletscher, das Tripkees.

Wie im Internet beschrieben kam ich während der Tour an einigen türkisblauen Bergseen vorbei. Was mir dort aber vorenthalten wurde ist, dass die meisten mit grossen Betonwällen zu Stauseen verbaut wurden. Diese speisen zusammen ein Wasserkraftwerk im Tal welches 300 Millionen kWh Strom jährlich produziert.

So wirklich toll finde ich diese alpinen Verbauungen aber trotzdem nicht. Da gab es schon einiges an Beton in ansonsten unberührter Landschaft zu sehen (Lawinenschutz, Bergbahn, Stausseen, Trafostationen), ist aber gesamt gesehen natürlich eine schwierige Sache.

Schneefeld

Direkt vor mir machte mir nun ein Schneefeld mit 50° Neigung zu schaffen. Es führte mich in Versuchung und ich gab nach. Zum ersten Mal wurde ein richtiges Schneefeld gequert, ich hatte schon lange auf diesen Moment gewartet.

Rutschte nach den ersten fünf Metern gleich einmal richtig aus. Steigeisen hatte ich hier noch keine an, dafür half mir mein neuer klassischer Pickel. Die Gewichtsverlagerung tauchte den Pickel tief in den Schnee ein, wodurch ich mich an jenem festhalten konnte. Aufpassen dachte ich mir und ging verunsichert mit sauberer Tritttechnik weiter.

Ungefähr bei der Hälfte des 50 Meter breiten Feldes kam dann die Nähmaschine zum Vorschein da das Steigen sehr anstrengend war und oftmals uneffizient durchgeführt wurde. Entschloss mich dann klugerweise die Steigeisen anzulegen um die gelegentlichen Aus- und Abrutscher zu vermeiden und somit das Gemüt ruhig zu stellen. Machte also einen Stand mit dem Pickel, befestigte meinen Rucksack daran und machte meine Steigeisen fest.

Und es nutzte, pausieren musste ich aber wegen der Anstrengung doch noch öfters. Brauchte wahrscheinlich alles in allem eine Stunde für die Querung. Das Umgehen des Feldes wäre sicher schneller gewesen, aber so machte ich eine wichtige, wenn auch nicht ungefährliche, Erfahrung.

Musste wirklich auf meine Körper eingehen und austesten, wie ich mich am sichersten Vorwärtsbewegen konnte. Es half mir auch sehr, dass ich schon einmal die Techniken im Alpin Lehrplan Hochtouren gelesen habe. Besser ist es aber sicher sowas auf einem kleinen, gesicherten Hang zu probieren. Ich stelle mir nur vor was passiert wäre, wenn ich wirklich gefallen und das Schneefeld runter gerutscht wäre. Ein Bruch wäre es mindestens geworden, wenn nicht sogar eine ernstere Verletzungen.

Auf zu Johann, dem Wirten des Arthur von Schmid Hauses

Gleich danach ging es übers Kaponiktörl (2.690m) links runter in ein weiteres Tal. Jetzt konnte es nicht mehr weit sein, dachte ich mir. Die Etappe ging den Talhang rechts entlang und dann rauf bis der Abstieg zum Arthur von Schmid Haus (2.281m) zu sehen war.

Unten angekommen wurde ich von Johann dem Hüttenwirt herzlich mit Schweinsbraten und einen Stamperl selbstgebrannten Lärchenschnaps empfangen. Quatschte noch ein bisschen mit ihm über die morgige Tour, bevor ich unter die Dusche ging und mich für den nächsten Tag vorbereitete.

War eine abwechslungsreiche und schöne Tages-Tour, die acht Stunden dauerte. Der Weg war geebnet mit Urgestein und führte auf Sattelüberquerungen und vorbei an türkisen Bergseen. Eine hochalpine Kulisse mit abwechslungsreicher Landschaft und Einblick in viele Täler. Eine wirklich schöne Wanderung welche bis auf das Schneefeld keine großen technischen Schwierigkeiten mit sich brachte.

Bin ja schon gespannt, ob ich für den langen und anstrengenden morgigen Tag auf die Hochalmspitze fit sein werde und das Wetter, wie vorausgesagt, mitspielen wird. War von den drei Tagen schon leer, gerade der heutige Tag hat viel Kraft benötigt.

Grüße, Stefan

Details zu Etappe 2:

  • Tour: Reissecker Hütte (2.287m) – Riekentörl (2.525m) – Zwenberger Scharte (2.646m) – Zwehenberg Törl (2.760m) – Kaponiktörl (2.690m) – Arthur von Schmid Haus (2.281m)
  • Höhenmeter: ~1000m Differenz
  • Dauer: 8 Stunden
  • Charakter: lange Tagestour in hochalpinen Gelände. Über Sättel an Bergseen vorbei und einem Grat entlang eingebettet in Granitblöcken.
  • Besonderheiten: Grobes Granitgestein in Quaderform, Einsicht in fünf Täler, wunderschöne Bergseen, für die Distanz und die vielen unterschiedlichen Täler die man zu sehen bekommt nicht lang und wenig Höhenmeter
  • Karte: Kompass Wanderkarte Nationalpark Hohe Tauern (3-teiliges Kartenset)

GPS Track

Elevation Profile
Ankogel-Gruppe Tag 3, 2009-07-08 (GPX File)

Nutzungsbestimmung GPS-Tracks

Machte einen Tag Pause, da das Wetter gar nicht gut werden sollte. Machte aber dennoch einen kleinen Ausflug und wollte auf die Hohe Leier rauf.

Es gab wie üblich gleich einmal ein Frühstück am Morgen. Der Hüttenwirt sagte uns, dass das Wetter am Donnerstag schöner werden soll. Entschlossen uns also den Donnerstag zum Anstieg auf die Hochalmspitze zu verwenden und noch einen Tag länger auf der Reisseck-Hütte zu bleiben.

Ich ging gleich wieder auf ein Nickerchen bis mich um Zwölf eine schlechte Nachricht aufweckte. Reini hatte schon den ganzen Tag starke Kopfschmerzen und hat sich dazu entschlossen die Heimreise anzutreten. Er fuhr dann auch gleich mit der Reißeck-Höhenbahn runter ins Tal und dann nach Hause. Schade das es leider nichts aus einer gemeinsamen Woche in den Bergen wurde, hatte mich schon recht darauf gefreut. Somit war ich jetzt auf mich alleine gestellt, mal schauen was das wird.
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durchnäßt

durchnäßt

Reini und ich machten uns am Sonntag-Abend spontan einen kleinen Trip in die Kärntner Alpen aus. Der Reißecker Höhenweg in der Ankogel-Gruppe sollte zusammen gemacht werden. Es sei schon ein bischen vorgegriffen, es kam wieder ganz anders als geplant.

Der Plan

Der Plan war die ersten beiden Tage den Reißeck-Höhenweg in der Reißeckgruppe zu machen, der Teil der Ankogelgruppe ist. Danch wird noch zwei Tage verlängert um übers Säuleck (3.085m) auf die Hochalmspitze (3.360m) zu gehen. Dabei sollte der Säuleck Klettersteig (D) und der Detmolder Grat Klettersteig (C) mitgenommen werden. Am letzten Tag stand als Abschluss noch der Fallbach Klettersteig (E) an. War also ein recht anspruchsvolles Programm das vor uns lag, welches jedoch stark vom Wetter abhing.
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