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Ein kleiner Nachtrag zu der Hochtouren Woche in der Silvretta, da unser Bergführer Oliver die Fotos und das Video überspielt hat.


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Die Woche war vorbei und mein Kopf war bis obenhin angefüllt mit Bergsteigerei. Dies machte sich gleich wieder mal bemerkbar, ich vergass nämlich meine Stöcke auf der Hütte (fuhr spontan mit Oliver runter). Sind aber schon wieder zu Hause angekommen dank dem Service der Jamtal-Hütte.

Der Kurs war aus mehreren Beweggründen wichtig, lehrreich und interessant.

1) Zuerst war natürlich das Erlernen von wichtigen Techniken und das Aneignen von notwendigen Wissen für Hochtouren am Gletscher und in Fels und Eis das Wichtigste für mich. Sollte mit dem angehäuftem Wissen nach etwas praktischer Übung die meisten Touren in den Alpen gehen können. Ab sofort steht mir also nur mehr mein Können und meine Erfahrung im Weg.
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Bei mir war heute schon etwas die Luft draußen nachdem gestern mit dem Eisklettern und vorgestern mit der Spaltenbergung die interessantesten Punkte schon gewesen sind.

Zuerst lernten wir wie man eine Seilverlängerung macht, sprich ein neues Seil anbindet und durch den Stand laufen lässt.

Dann wurden der Express– und Schweizer Flaschenzug und die Selbstseilrolle erlernt und geübt.
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Dieser Tag war fürs Klettern im Eis vorbehalten.

Gingen zu einem Gletscher (Totenfeld) und fingen mal mit den Basics an. Es hieß zuerst einmal eine Sanduhr mit Eisschrauben im Eis zu machen. Dauerte gleich ein bisschen länger, da sich die beiden Löcher nur leicht berührten. Die Reepschnur zum Durchziehen war zwar nicht zu sehen, aber man konnte durchblasen. Schafften es aber vereint dies ohne ein neues Loch zu lösen.

Unser Spielplatz

Unser Spielplatz

Als Zweites wurde die Technik zum Stufen schlagen erlernt. Ist sicher sehr anstrengend, wenn man einen längeren Abschnitt selbst schlagen muss.

Dann wurde noch einmal die Reihenverankerung am Eis geübt. Der einzige Unterschied ist lediglich, dass hier die Verbindung zur 2ten Verankerung etwas lockerer gelassen wird, da sich die Eisschrauben durch den Druck und deren besseren thermischen Leitfähigkeit raus schmelzen.

Jetzt gings aber dann los, der ~45° Eishang des Gletschers wurde mehr oder weniger direkt mit Peter und Franz erklommen. Ging gleich die erste Seillänge im Vorstieg, wo ehrlich gesagt nicht alles so funktionierte wie erhofft. Musste bei der ersten gesetzten Sicherung feststellen, dass es noch keinen wirklichen Stand zum Sichern unter mir gab. War aber auch nichts schlimmes, da es eh recht gemütlich los ging und die zwei meinen Sturz schon gehalten hätten.

Die Seilschaft

Die Seilschaft

Dieses Problem gelöst ging ich zügig weiter und es wurde ein bischen schwieriger. War so um die 50° steil, machte mir aber kaum etwas aus da ich so im Bewegungsablauf drinnen war.. Beim ersten Stand wechselten wir den Vorstieg und Peter ging an. Nach der 2ten SL wurde uns von Toni gesagt, dass wir nach rechts queren müssen, da vor uns ein großer Hohlraum im Gletscher ist und die Gefahr eines Einsturzes besteht wenn wir da drüber gehen würden.

Also kam ich nach der dritten SL rechts neben und über dem Hohlraum an und stand schon mitten in den Gletscherspalten. Den richtigen Weg raus mussten wir nicht selber suchen, Oliver hatte dies schon für uns erledigt. Gingen in mehreren SL das Labyrinth entlang bis wir nach 6 oder 7 SL auf einer spaltenfreien Fläche angekommen waren.

Dazwischen mussten wir zwei Spalten queren und unsere Steileis-Geräte ein bisschen einsetzen. Bereits dieses minimalen Arbeiten mit dem Eisgerät machte mir enormen Spass und wird sicher diesen Winter fortgesetzt.

Durch das Labyrinth

Durch das Labyrinth


Gingen am Rande des Gletschers wieder gefahrenlos runter. Versinkte dabei ein bisschen in einer grauen, dickflüssigen Masse die direkt aus dem Gletscher kam, wärend ich die Schlamm-Quelle fotografierte.

Ein sehr anstrengender Tag war zu Ende. Das stehen im Stand – besonders wenn man vergessen hatte oder zu faul war um Stufen zu schlagen – war auf die Dauer für die Sprunggelenke sehr anstrengend. Ebenso auch das Gehen an sich, da man immer auf voller Belastung in den Steigeisen steht und die Waden da schon mal zu ziehen anfangen. Desto trotz oder vielleicht sogar genau deswegen hat es mir das Klettern im Eis sehr angetan.

Hatte mich schon lange darauf gefreut und verwunderlicher weise gefiel es mir trotz hohen Erwartungen mehr als gedacht. Es waren der Bewegungsablauf und die Möglichkeit die Routen so direkt anzugehen was das Besondere ausmachte und in Zukunft noch einiges an Freude bereiten wird.

Greetz, Kasi

Link Picasa-Webalbum

2009-08-20 ÖAV Hochtouren-Kurs @ Silvretta, Tag5

Silvretta

Silvretta

Der Gletscher war der Hauptgrund für den Besuch des Kurses und unser Ziel für heute.

Es ging im Zuge einer kleinen Hochtour auf die Gems-Spitze (3.114m). Dabei gingen wir an einer großen Seitenmoräne des alten Gletschers vorbei. Ende des 19ten Jahrhunderts ging der Gletscher noch fast bis zur Hütte runter, der Schwund ist enorm!
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Jippie Jippie Yeah, endlich wieder einmal ein Kletter-Tag!

Es ging gleich in der Früh los zu einem Klettergarten richtung Gamshorn. Dort wiederholten wir die den Standplatzbau und das Abseilen und durften auch gleich am leichten Fels Üben.

Nach zwei Seillängen im leichten 3er Gelände und Abseilen werkten Oliver und ich nebenan bei den etwas schwierigeren Sportkletter-Routen. Konnte eine Route die ungefähr eine 6- war im Top-Rope mit einem Zwischenstop schaffen.

Beflügelt und hochmotiviert dadurch – war meine erste wirkliche Sportkletterei seit Arco im August 2008 – ging ich mit Peter eine alpine Kletterroute mti 3 SL an (4+). War eine sehr feine Kletterei immer einem offensichtlichem Riss entlang. Für mich etwas Neues, besonders im stabilen Gneis. Bei einer Stelle – ging alle SL im Nachstieg und natürlich obligat mit den Wanderschuhen – kam ich ziemlich ins Schnaufen bis ich drauf kam, dass hier die Piaz-Technik gefragt ist.
Sehr feine Route und das Klettern hatte mich wieder in seinem Bann genommen.

Sicherte dann noch ein bisschen bis wir zum Abschluss des Tages noch die Seilrolle übten um für den nächsten Tag schon ein bisschen vorgeübt zu haben.

Greetz, Kasi

ÖAV Hochtouren-Kurs @ Silvretta, Tag3

Der erste richtige Kurs-Tag war für die Grundlagen reserviert. Es wurden Knoten angeschaut, Sicherungstechniken und der Standplatzbau erlernt und das Abseilen geübt.

Übten zu Beginn in der Hütte die wichtigsten Knoten:
Halbmastwurf, Mastwurf (Webeleinenstek), Sackstich, Achter, Ankerstich, Prusik und doppelter Bulin (Palstek).
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Lange freue ich mich schon auf diese Woche. Es geht auf in neue Sphären, oder etwas unspektakulärer gesagt endlich auf den Gletscher und ins Eis.

Es wird nämlich ein einwöchiger Ausbildingskurs des ÖAV gemacht, welcher als Ziel hat sich die wichtigsten Dinge anzueignen um selbstständig Hochtouren gehen zu können.

Unser Trainigsplatz war die Silvretta-Gruppe, genauer gesagt das Jamtal mit der Jamtalhütte, welches umfassende Möglichkeiten von Gletschern über Kletterrouten bis zu Eisfeldern bietet.

Silvretta Panorama

Silvretta Panorama

Treffpunkt nach der 5-stündigen Anreise mit der Bahn war das Alpinarium in Galtür. Dort gabs unter anderem eine Infotafel zum Lawinenunglück von Galtür (1999) anzuschauen, welches 38 Menschenleben forderte.

Nacheinander trudelten die Teilnehmer des Kurses ein.
Mit Maria und Klaus aus Wien, Pavel und Agnieszka aus Polen, Alastair aus England und Elke aus Deutschland war es ein bunt durchgemischter und sehr international Haufen bergbegeisterter, lernwilliger Alpinisten.
Dann kam auch schon Toni Demenga, unser Bergführer für die Woche. Peter und Franz hatten etwas Verspätung und kamen nach.

Rauf zur Hütte ging es in knapp 2h dem Jamtal entlang. Oben gabs eine einführende Besprechung, bei der uns die Hausregeln erklärt wurden. Danach wurde meine Ausrüstung mit einem Eisgerät und Eisschrauben vervollständigte.

Anreise-Tag vorbei und es schaut super aus.
Das Gebiet gibt sicher einiges her, und die Gruppe scheint recht interessant zu sein. Wird hoffentlich eine lehrreiche Woche werden.

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