Archive for the Roadtrip Südwesten USA ’09 category

Surfen ist der Hammer und sehr anstrengend!

Heute Vormittag war es soweit, die erste Welle wurde geritten. War dann auch gleich ne feine 2-feet-Wave (an der Rückseite gemessen) die bis nahe ans Cliff gesurft wurde. Echt eine sehr feine Sache und ich wäre den ganzen Tag im Wasser geblieben, wenn das Paddeln nicht so anstrengend wäre. War dann nach drei Stunden dermassen platt, dass sogar das Paddeln mit den Wellen retour zum Strand zur kleinen Tortour wurde.

Aber da gibt’s nix, geil wars!

Den Rest des Tages sind wir umher gefahren und haben gegessen. Der Hunger war unglaublich, kenn ich sonst nur von sehr langen Bergtouren. Werde schauen, dass ich noch ein paar Mal zum Surfen komme, muss ich hier ausnutzen.

Greetz, Kasi

So, angekommen in Santa Cruz bei Rueben. Dazu gibt’s eine kleine, lustige Geschichte.

Habe am Cowell Surfstore zwei bärtige Jungs in meinem Alter gesehen, die vom Surfen zurückkamen. Habe sie nicht gleich gefragt, ob jemand von Ihnen Rueben ist, da sie eben zu jung aussahen. Als ich sie dann über Rueben reden hörte fragte ich sie ob sie gerade ein Surf-Stunde bei ihm hatten. Dies war zwar nicht der Fall, dafür wussten sie aber wo er gerade war, nämlich auf dem Rückweg vom Strand. Fragte die Jungs dann noch von wo sie sind, darauf gab es Austria als Antwort. Nicht das Dies genug war, nein sie hießen beide auch noch Stefan und waren auch ein paar Tage bei Rueben gewesen. Zu allerletzt sind sie auch vom Yosemite Valley hierher gekommen und dann machte es Klick. Dies waren die zwei Mühlviertler Stefan’s, die ich im Camp 4 nicht getroffen hatte, da sie in der Wand waren.

Grüße hier ins Mühlviertel!

Der erste Abend war gleich ziemlich verrückt, Rueben ist ein ziemlich schräger Typ. Waren Einkaufen mit seiner Tochter Minia und kochten dann noch Etwas. Kerouc würde ihn einen richtigen „Madman“ nennen, mit allen positiven und öfters anstrengenden Seiten. Mal schauen wie die Woche verläuft.

Greetz, Kasi

Fuhren von Fresno nach Olema neben dem Point Reyes National Seashore National Park zu unserem Freund Father O’Neil.

Unser Trip ist an und für sich mit heute abgeschlossen. Alle Punkte die geplant waren wurden besucht oder auch nicht – wie Whitney, Red Rock Canyon und Joeys Valley – und die letzte Woche kann mit unseren spontanen Interessen gefüllt werden. Bei mir sieht das dann so aus, dass ich die Zeit an der Monterey Bay, vornehmlich Santa Cruz, verbringen werde. Surfen, Easy Living und hoffentlich ein paar nette Leute mit Party stehen an, mal sehen.

Berni verbringt die Zeit hier oben in Olema und wird eine eher ruhige Phase angehen.

Greetz, Kasi


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Langer Weg, kurzer Besuch kann man sagen.

Haben einen kleinen Umweg bei der Anfahrt gemacht bevor wir im Giant Forest im Inneren des Sequoia & Kings Canyon National Parks ankamen. Dort gibt es den größten lebenden Baum der Welt, den General Sherman Tree, zu beachten. Elf Meter Durchmesser und ein jährliches Wachstum des Volumens eines normalen 20m Baumes sind Daten, die schwer zu erreichen sind.

Bäume sind einfach super und hier sind sie superer!
Love to them!

Haben auf dem Weg goldene Hügel gesehen und eine Menge an Agrar-Monokulturen, bewässert mit Kanälen aus der Sierra Nevada. Waren sicher einige Tausende die Zitronen, Pfirsiche und was sonst noch tragen. Sehr fragwürdig ob solche Anbau-Methoden langfristig sinnvoll sind.

Ja, und es geht auch bald wieder nach Hause. Noch zehn Tage vor uns und die Gedanken sind gemischt. Die letzten Tage werde ich am Strand in Santa Cruz mit Surfen verbringen um noch ein bisschen mehr Urlaubsstimmung rein zu bringen.

Greetz, Kasi

Jaja, richtig gelesen, Fresno, nicht wie geplant Lone Pine mit dem Mt. Whitney.
Mehrere Dinge standen im Weg, ausschlaggebend war das Wetter.

  • Gestern gab es beim Iceberg Lake auf 13.000 feet – unserem geplanten Zeltplatz für den ersten Tag – nicht ganz einem Meter Neuschnee.
  • Es wurden 20°F(-5°C) und weitere Schneefällen für die nächsten Tage prognostiziert.
  • Mein Knie rehabilitiert sich gerade ganz gut und die Tour wäre mit der 4tägigen Planung schon grenzwärtig gewesen und sicher nicht das Klügste.
  • Die geplante Route hätte für uns auch einige neue Herausforderungen gehabt, wie exponierte Gratwanderungen (Class3) und Aufstieg eines 50° Colouir über die Mountaineers-Route.

    Wäre für uns eine schwer einschätzbare Route geworden, da wir noch keine Erfahrung in solchem Gelände bei solchen Verhältnissen haben. Dies zusammen mit den schwierigen Wetterverhältnissen lies es uns dann nicht richtig erscheinen kein Risiko einzugehen und es zu lassen.

    Ein eintägiger Aufstieg über die Normalroute war nicht möglich, da man dazu eine Permit via Lottery. Zusätzlich hat mein Knie alleine bei dem Gedanken an 2000 Höhenmeter an einem Tag schon zu schmerzen begonnen.
    Und interessiert hat mich die Eintagestour eigentlich auch überhaupt nicht, für mich war die Gratwanderung und das Colouir das Interessante an der Tour. Über den Normalweg ist der Whitney nur eine lange Wanderung und alleine die Gewissheit auf dem höchsten Punkt Amerikas, ohne Alaska, zu stehen war es mir bei weitem nicht wert mein Knie zu verletzen.

    Berni glaub ich hat es alles in allem auch relativ gelassen genommen, obwohl er zu Beginn doch ein bisschen enttäuscht war.

    Somit ist es wohl definitiv fix, dass ich wieder hier her zurück kommen muss. Drei Monate USA ohne einen Berg in der Sierra Nevada geht ja mal gar nicht!!!

    Sind also weiter Richtung Sequoia & Kings Canyon National Park gefahren um uns am nächsten Tag die riesigen Bäume anzusehen. Nächtigten in Fresno.

    Auf dem Weg hat uns dann das erste Mal ein Polizist aufgehalten, waren ein bisschen zu schnell unterwegs. Wollte den Führerschein nicht annehmen und dann wurde es skurril. Meinte Bernis Aussehen auf dem Foto wäre nicht eindeutig identifizierbar mit dem Führerscheinfoto und er müsse mit auf die Station um Fingerabdrücke abnehmen zu lassen. Er muss sicherstellen, dass wir keine Terroristen sind – Bernies Bart war sicher nicht hilfreich. 🙂 Konnte das Pech nicht fassen, wirklich in die Hände eines Klischee-Polizisten geraten zu sein, wie sie im Fernsehen dargestellt werden. Überlegte schon eine smarte Antwort, als er einen Smile aufzog und „Just kidding!“ sagte. Bevor ich ein Lachen hervorbrach, war er auch schon wieder weg. Lustiger Typ, der hat sicher seinen Spass bei der Arbeit!

    PS: Die geplante Whitney-Route für alle die es interessiert:

  • Tag 1: Rauf zum Iceberg Lake
  • Tag 2: Über Mountaineers Route auf den Mt. Whitney, über die Needles und den Mt. Muir rüber zum Discovery Pinnacle und über den Mt. Hitchcock runter ins Backcountry
  • Tag 3: Relaxen, Wandern und Erholen im Backcountry
  • Tag 4: Über Mt. Young , Mt. Hale auf den Mt. Russel, rüber auf den Mt. Carillon und dann runter über den North Fork Creek
  • Greetz, Kasi


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    Endlich wieder zu Hause……
    …oder zumindest wo man schon einmal war und sich deswegen wohler fühlt. Sind heute nämlich wieder in Bishop angekommen, bevor es morgen nach Lone Pine weiter geht.

    Auf dem Weg haben wir uns zuerst den Obsidian Dome angesehen. Ist ein großer Lava-Fluss mit vielen Obsidianen.

    Danach gings zum Devils Postpile National Monument. Die hexagonalen Steine sind gscheid lässig, schwer zu glauben, dass sie nicht von Menschenhand erschaffen wurden. Recht viel mehr Schnellgenenießbares hat dieser Ort aber auch nicht zu bieten, ist die Anreise aber auf jeden Fall wert.

    Greetz, Kasi


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    Da habe ich gestern wohl ein bisschen zu optimistisch über das Wetter in Kalifornien geschrieben. Heute regnete es wieder die meiste Zeit ab 14h.
    Davor konnten wir aber noch zum Glacier Point fahren um eine schöne Aussicht übers Tal zu geniessen.

    Danach wurde bereits ein bisschen für den Mt. Whitney vorbereitet und gelesen.

    Am Abend kam dann Gregor zurück, der ursprüngliche Kletterpartner von Stefan, der wegen einer Sehnenscheidenentzündung nicht klettern konnte und darum nach Santa Cruz zum Surfen gefahren ist. Verbrachten dann den Abend bis 1h in der Früh zusammen am Camp4 mit ein paar Dosen Bier. War schon eine gscheide Gaudi! Schaut euch mal deren Website an, die Jungs sind super drauf.

    Greetz, Kasi

    Wetter war heute mal wieder annehmbar schön für kalifornische Verhältnisse, also es war recht schön. Machte alle möglichen Erledigungen und und schaute zu den Yosemite Wasserfällen. Ging nur zum Lower Fall, der nicht so spektakulär wie der Upper Fall ist.

    Am Abend waren dann wieder die NBA-Finals angesagt mit Shandor (ungarischen Wurzeln – aus Boulder, CO) und Shaza (aus Indien). That’s it.

    Greetz, Kasi

    Unter Tags wurde gelesen und gechillt, es hat wieder einmal geregnet.

    Am Abend war ich von Gabe zum Essen eingeladen und fuhr mit ihm nach El Portal. Machten uns einen gemütlichen Abend mit allerlei Berg- und Reise-Gequatsche.
    Sitzten uns danach raus auf den Balkon zum Musizieren, seine Nachbarn kamen gleich dazu und so waren wir bald ein Gespann von fünf Personen. Gabe an der Mandoline, Ashley an der Violine, John und „keine Ahnung wie er noch mal heisst“ an der Gitarre und ich am Djembe jammten dahin. Sehr feine Sache! Habe schon seit Ewigkeiten keine Musik mehr gemacht und war dementsprechend auch etwas eingerostet, das machten aber meine super Musikkollegen wieder wett. Ein super netter und relaxter Abend in traumhafter Kulisse.

    Greetz, Kasi

    Endlich wieder ein schöner Tag, das dachte sich wahrscheinlich das ganze Camp 4 heute morgen.
    Nutzte genau so wie viele Andere auch das schöne Wetter und brach zur Nose, der legendären Route am El Capitan auf. Ich jedoch mit einer anderen Intuition als die Kletterer.
    Ging dann bis zum Einstieg von „The Nose“ wo eine südkoreanische Expeditionsgruppe sich gerade vorbereitete. Hatten irgend ein 30-jähriges Jubiläum und wurden vom Staat gesponsort. War ein bisschen komisch.
    Waren aber bei weitem nicht alleine unterwegs. Das schlechte Wetter der letzten Tage hatte Viele auf diesen Tag hoffen lassen und so brachen heute sicher mehr als ein dutzend Seilschaften auf. Darunter auch Robert und Markus die „Shield“ versuchen, mit A4 eine der schwersten Routen am El Cap. Versuchen, da sie 4-5 Tage eingeplant haben und mit einem Portal Edge in der Wand übernachten.

    Auf gehts Buaschn!

    Am Abend traff ich mich dann mit Gabe und lernte seine Freunde Joe, Zac, Kathie und Christine kennen. Es ging zum Arc Swing unter der Nose, wusste selbst nicht genau was da auf mich wartete. Hier ein Versuch dies zu beschreiben.
    An der vertikalen Wand ist ein großes Stück Fels rausgebrochen und hat eine Art Loch hinterlassen. Wir gingen am Boden des Ausbruches rein. An der oberen Kante des Ausbruches wurde von irgendjemandem beim Kletttern irgendwann mal ein sehr langes Seil befestigt(~100m).
    Man hängt sich mit dem Klettergurt am Seilende ein und fängt richtung Abgrund an wegzulaufen bis man keinen Boden mehr unter den Füßen hat. Dann wird man weit weg von der Wand ins Valley rein geschwungen. Man ist einige Meter über dem Boden und sieht auch schon wieder weit den El Cap rauf und rein ins Tal.
    Super geile Sache, purer Spass und nur davor ein bisschen Nervenraubend. Aber besser ihr schaut es euch an:

    Danach gings noch ins Yosemite Community Center zu einer kleinen Party, wo sich all die jungen Saison-Arbeiter des Tales traffen. Ebenfalls wieder sehr gemütlich. Der ganze Abend wurde ganz klar von einem Typen dominiert, der zu einem unglaublich guten Klavierspieler improvisierten Sprechgesang hinzu gab. Die beiden waren dermassen lustig und gut, die ganze Runde war gefangen und lachte sich halb tot. Nebenbei wurde gewuzzlt und Tischtennisgespielt, bis es um 24h vorbei war. Sehr feiner Tag an dem ich wieder einige Menschen kennen gelernt habe die ich bereits jetzt schon Freunde nennen darf.

    Greetz, Kasi