Jaja, richtig gelesen, Fresno, nicht wie geplant Lone Pine mit dem Mt. Whitney.
Mehrere Dinge standen im Weg, ausschlaggebend war das Wetter.

  • Gestern gab es beim Iceberg Lake auf 13.000 feet – unserem geplanten Zeltplatz für den ersten Tag – nicht ganz einem Meter Neuschnee.
  • Es wurden 20°F(-5°C) und weitere Schneefällen für die nächsten Tage prognostiziert.
  • Mein Knie rehabilitiert sich gerade ganz gut und die Tour wäre mit der 4tägigen Planung schon grenzwärtig gewesen und sicher nicht das Klügste.
  • Die geplante Route hätte für uns auch einige neue Herausforderungen gehabt, wie exponierte Gratwanderungen (Class3) und Aufstieg eines 50° Colouir über die Mountaineers-Route.

    Wäre für uns eine schwer einschätzbare Route geworden, da wir noch keine Erfahrung in solchem Gelände bei solchen Verhältnissen haben. Dies zusammen mit den schwierigen Wetterverhältnissen lies es uns dann nicht richtig erscheinen kein Risiko einzugehen und es zu lassen.

    Ein eintägiger Aufstieg über die Normalroute war nicht möglich, da man dazu eine Permit via Lottery. Zusätzlich hat mein Knie alleine bei dem Gedanken an 2000 Höhenmeter an einem Tag schon zu schmerzen begonnen.
    Und interessiert hat mich die Eintagestour eigentlich auch überhaupt nicht, für mich war die Gratwanderung und das Colouir das Interessante an der Tour. Über den Normalweg ist der Whitney nur eine lange Wanderung und alleine die Gewissheit auf dem höchsten Punkt Amerikas, ohne Alaska, zu stehen war es mir bei weitem nicht wert mein Knie zu verletzen.

    Berni glaub ich hat es alles in allem auch relativ gelassen genommen, obwohl er zu Beginn doch ein bisschen enttäuscht war.

    Somit ist es wohl definitiv fix, dass ich wieder hier her zurück kommen muss. Drei Monate USA ohne einen Berg in der Sierra Nevada geht ja mal gar nicht!!!

    Sind also weiter Richtung Sequoia & Kings Canyon National Park gefahren um uns am nächsten Tag die riesigen Bäume anzusehen. Nächtigten in Fresno.

    Auf dem Weg hat uns dann das erste Mal ein Polizist aufgehalten, waren ein bisschen zu schnell unterwegs. Wollte den Führerschein nicht annehmen und dann wurde es skurril. Meinte Bernis Aussehen auf dem Foto wäre nicht eindeutig identifizierbar mit dem Führerscheinfoto und er müsse mit auf die Station um Fingerabdrücke abnehmen zu lassen. Er muss sicherstellen, dass wir keine Terroristen sind – Bernies Bart war sicher nicht hilfreich. 🙂 Konnte das Pech nicht fassen, wirklich in die Hände eines Klischee-Polizisten geraten zu sein, wie sie im Fernsehen dargestellt werden. Überlegte schon eine smarte Antwort, als er einen Smile aufzog und „Just kidding!“ sagte. Bevor ich ein Lachen hervorbrach, war er auch schon wieder weg. Lustiger Typ, der hat sicher seinen Spass bei der Arbeit!

    PS: Die geplante Whitney-Route für alle die es interessiert:

  • Tag 1: Rauf zum Iceberg Lake
  • Tag 2: Über Mountaineers Route auf den Mt. Whitney, über die Needles und den Mt. Muir rüber zum Discovery Pinnacle und über den Mt. Hitchcock runter ins Backcountry
  • Tag 3: Relaxen, Wandern und Erholen im Backcountry
  • Tag 4: Über Mt. Young , Mt. Hale auf den Mt. Russel, rüber auf den Mt. Carillon und dann runter über den North Fork Creek
  • Greetz, Kasi


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    1 comment

    1. Fitsch Juni 25th, 2009 7:47 am Reply
      #1

      haha, hasi der kleine terrorist 😀

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