Ich will Mehrweg! (Copyright Greenpeace)Die Geckos unterstützen die Aktion „Ich will Mehrweg!„, welche von Greenpeace und 11 Partner-organisationen initialisiert wurde.

Diese Aktion soll sowohl Konsumenten als auch die Hersteller und Vertreiber zur erhöhten Anwendung von Mehrweggebinden bewegen.

In den letzten Jahren sind Mehrweggebinde zunehmends aus dem österreichischen Handel verschwunden. Während man vor gut 15 Jahren Limonaden, Mineralwasser, Milch und andere Getränke noch großteils in Glasflaschen kaufen konnte, stellt sich das heutige Angebot an Lebensmitteln in Mehrweggebinden sehr limitiert dar.

Zusätzlich hat Coca Cola im Frühling dieses Jahres auch die Mehrweggebinde für die Gastronomie abgeschafft. Coca Cola gilt als einer der größten Getränkeproduzenten in Österreich und der Einsatz von Einweggebinden trägt nicht zu einem verminderten Müllproblem bei.

Der Faktum, dass wir in einer Wegwerfgesellschaft leben wird kaum sonst wo sehr verdeutlicht wie beim Erwerb von Lebensmitteln. Ein beachtlicher Anteil der Lebensmittel die zum Kauf angeboten werden sind heutzutage in Plastik verpackt. Der dabei entstehende Müll stellt ein schwerwiegendes Problem für unseren Planeten dar.

Viele Formen von Plastik, auch Substanzklassen genannt, verrotten erst nach etwa 10.000 Jahren vollständig. Auch wenn Plastik oft als ein Recyclingprodukt beworben wird, ist es das in der Tat nicht. Ein Teil des Plastikabfalls wird in Kraftwerken verbrannt und dort zur Elektrizitäts- und/oder Wärmeerzeugung genutzt.

Für die Betreiber ist das ein großes Geschäft, da das Brennmaterial Müll sehr billig ist. Für unseren Planeten bedeutet es hingegen, dass noch mehr Öl gefördert wird und die natürlichen Ressourcen schneller zu Grunde gehen.

Der Einsatz von Mehrweggebinden reduziert nicht nur den Rohstoffverbrauch für die Gebindeherstellung, sondern trägt essentiell zu Müllvermeidung bei.

Warum ist die Vermeidung von Plastik wichtig?

Offensichtlich werden für die Reinigung und den Transport von Mehrweggebinden ebenfalls  Energie verbraucht, und damit die Umwelt belastet. Jedoch steht dieser Energieeinsatz nicht im Verhältnis zu der kontinuierlichen  Herstellung von Einweggebinden. Denn auch wenn Plastik recycelt wird, wird dazu Energie für den Transport und die Wiedereinschmelzung benötigt.

Ein Aspekt warum Plastik vor allem im Zusammenhang mit Lebensmitteln vermieden werden sollte, sind Dämpfe die Plastik an die Umgebung und damit an die Lebensmittel abgibt. Der nicht wohl riechende Geruch eines neuen Autos, welcher durch Sonneneinwirkung (Temperatursteigerung) noch intensiviert wird, ist allgemein bekannt. Diese Dämpfe werden prinzipiell auch von Plastikflaschen und anderen Plastikverpackungen abgegeben wodurch eine Geschmacksveränderung der in Plastik verpackten Ware erfolgt.

Zusätzlich können bei Wechselwirkungen zwischen Verpackungsmaterial und Ware Stoffe von der Verpackung in die Ware übergehen. Diese Stoffe wirken ähnlich wie Hormone und haben sich in Untersuchungen für den menschlichen Organismus als schädlich herausgestellt.

Aber Plastik kann auch auf einem anderen Weg in unsere Lebensmittelkette eindringen, nämlich über die Fischerei. Leider wird Plastikmüll oft im Meer entsorgt wo es sich zu zersetzten beginnt. Fische und sonstige Meerestiere nehmen das zersetzte Plastik mit ihrer Nahrung auf. Mit dem Fischverzehr schließt sich hier die Lücke und das Plastik hat den Weg in unseren Organismus gefunden.

Auf dem Weg in eine nachhaltigere Gesellschaft

Als Konsumenten liegt es an uns allen zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beizutragen. Der Fokus auf den Kauf von Lebensmitteln in Mehrweggebinden ist ein erster, einfacher Schritt. Damit wird die relative Plastikproduktion reduziert was die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen dieses Planeten (in diesem Fall Öl) vermindert.

Hinweise zur Unterstützung der Aktion Mehrweg

Jeder kann durch den Kauf von Mehrweggebinden aktiv zu der Aktion beitragen.

Weiters haben Greenpeace und die Partner eine Webseite eingerichtet von der man direkt Emails an die österreichischen Supermarktketten schicken kann. Auf der Seite befindet sich ein vorgeschriebener Text der die hier behandelten Aspekte in Kürze wiedergibt.

Wir möchten euch jedoch bitten, einen eigenen, persönlichen Text zu verfassen, da der vorgeschriebene Text mittlerweile als Spam behandelt werden dürfte und man darauf keine Antwort erhält. Außerdem ist eine persönliche Botschaft ausschlaggebender als eine Mail mit dem selben Inhalt gesendet von tausenden Personen.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

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1 comment

  1. Stefan Kasberger November 6th, 2010 11:11 pm Reply
    #1

    Da werde ich gleich morgen eine Mail verfassen 🙂

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