Die letzte Großaktion für den Kimaschutz und gegen die Verhandlungen in Kopenhagen ging von Seite der Demonstranten friedlich über die Bühne. Die NGO’s werden weiterhin nicht ins Bella Center rein gelassen und man weiß nicht so recht, wie die noch offenen Punkte voran getrieben werden sollen.

Outside the Bella Center – Reclaim Power Now!

Reclaim Power Now! war das Motto. Es wurde – nach Martin Luther King und Mahatma Ghandi – versucht, friedlich in den Konferenzraum einzudringen um sich das Pult anzueignen und ein gerechtes und ambitioniertes Abkommen einzufordern. Das die dänische Polizei dies nicht zulassen wollte, war nach den Aktionen der letzten Woche klar. Hier ein zusammenfassendes Video dazu.

Die rund 4000 Aktivisten wurden bereits 500 Meter vor dem Kongresszentrum zurück gehalten (derStandard). Daher einigte man sich darauf, vor dem Eingang eine Versammlung von Menschen mit Deligierten aus dem Bella Center und den Aktivisten draußen zu machen..

Wieder gab es Schlagstöckeinsatz und diese Mal auch Pfefferspray (Video CNN). Es hat auch wieder einige Journalisten erwischt, darunter auch zwei vom ORF. Jene wollten Bilder von der Demonstration machen, wurden aber von der Polizei mit dem Schlagstock zurück gedrängt (derStandard). Auch nach herzeigen der Presse-Akkreditierung hörten die Schläge nicht auf. Es wurden 200 Menschen verhaftet, so die Standard Bilderreihe.

Der Gruppe von 300 Menschen mit zahlreichen NGO’s und zwei Staaten, welche aus dem Bella Center raus ging um an der Menschenversammlung draußen teil zu nehmen, wurden falsche Versprechungen gemacht und lange hingehalten (Climate Justice Action).

Es wurde auch allen 90 zugelassen Teilnehmern der NGO Friends of the Earth der Zutritt ins Bella Center verwehrt, so deren Leiter Nnimo Bassey (Video). Somit fand eine Massenausschließung von kritischen Bürgerbewegungen statt. Es sind nach wie vor seit Montag alle NGO’s von der Verhandlung ausgeschlossen.

Die Festnahmen von Aktivisten des Climate Action Now! Netzwerkes gingen dagegen heute weiter. Einige wurden von der Zivilpolizei sogar fernab von Demonstrationen verhaftet.

Inside the Bella Center – Guardian live

Bei den Verhandlungen der letzten Nacht kam es zum großen Bruch (derStandard). Es gibt bei den Beteiligten kaum noch Hoffnung auf ein Abkommen. Nach neun Tagen unproduktiver Verhandlungen werden morgen die Papiere der Vorverhandlungen an die oberen Deligierten weiter gegeben.

Der neue Leiter der Verhandlungen, Lars Lokke Rasmussen, versprach er würde für die die nächsten Tage anreisenden Minister einen Entwurf erstellen, welcher als Basis für deren Verhandlungen dienen soll.

Offene Punkte für die letzten beiden Tage – derStandard

  • Ein Vertrag oder zwei: Soll es einen komplett neuen Vertrag geben oder zum Kyoto-Vertrag die Entwicklungsländer hinzugefügt werden?
  • 1,5°C oder 2°C: Wissenschaftler und Inselstaaten fordern 1,5°C. Die Politik glaubt, dass 2°C realistisch gesehen durchführbarer sind.
  • Wer zahlt wieviel für die Klimaanpassung: Der ewig währende Streit zwischen Industrienationen und Entwicklungsländer.
  • Wie werden Luft-und Seefahrt eingerechnet, ebenso wie Land- und Forstwirtschaft? Farming und Abholzung stehen für ein Drittel des CO2-Ausstoßes weltweit.
  • Messung des CO2-Ausstosses: China, Indien und Andere sind gegen eine Überwachung ihres CO2-Ausstosses, Amerika fordert ein transparentes Verfahren ein.

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