Die heiße Phase hat begonnen und der UN-Klimagipfel steht kurz vor seinem Scheitern, auch wenn ein paar kleine Funken Hoffnung aufgekommen sind.

Inside the Bella Center – Guardian live

Die dänische Präsidentschaft hat den Versuch einen verbindichen Vertrag auszuarbeiten hingeschmissen. Was ein bisschen Zuversicht gibt ist die Ankunft von Hillary Clinton, Angela Merkel, Gordon Brown und Nicolas Sarkozy. Und, dass ein neues Kyoto zu schaffen nicht verhindert werden konnte.

Der UN-Klimagipfel steht kurz vor seinem Scheitern. Die dänische Präsidentschaft hat keine Hoffnung mehr auf einen Erfolg in Kopenhagen. Die Abgründe zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern seien zu groß. (derStandard)

Yvo de Boer gab sich zu dem Stopp in den Verhandlungen sehr pessimistisch. Es sei zwar noch immer ein Abkommen möglich, es seien aber viele ungelöste Probleme zu behandeln in den letzten beiden Tagen (derStandard). Er konnte sein Versprechen vom Vortag nicht einhalten, dass es einen Vertragsentwurf geben wird, auf dem basierend die höheren Deligierten aufbauen können.

Die deutsche Kanzlerin Merkel kritisierte bei ihrem ersten Auftritt die USA (Artikel Zeit.de) zu mehr Anstrengungen aufgefordert. „Eine Reduktion von 4% gegenüber 1990 ist ehrlich gesagt nicht wirklich ambitioniert„, so Merkel.

Die USA schwächte darauf die Hoffnung ab, dass Obama die Verhandlungen retten würde bis Hillary Clinton etwas Hoffnung nach Kopenhagen brachte. Die amerikanische Außenministerin ließ verlauten, das die USA zu Zahlungen für die Entwicklungsländer in der Höhen von 100 Milliarden Dollar bereit sind (Guardian, Video Reuters). Dies könnte ein wichtiger Schritt gewesen sein, brachte auf jeden Fall die Industrienationen und Entwicklungsstaaten wieder ein Stückchen zusammen.

Merkel antwortete erfreut und machte auf die Verantwortung der Idustrienationen aufmerksam bevor sie sich zu einer kleinen Runde mit Sarkozy, Brown, Rasmussen und Barroso aufmachte.

China ist nach wie vor optimistisch, so der offizielle Deligierte Yu Qingtai. Sind jetzt gewillt den Transparenz-Ansprüchen Amerikas beim CO2-Ausstoss entgegen zu gehen (Guardian).

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy meint: „Jeder müsse Kompromisse eingehen und China und die USA sollen fortschreiten.“ Es solle heute Nacht verhandelt werden und in den nächsten sechs Monaten ein Abkommen heraus gearbeitet werden.

Am späten Abend kam es dann zum ersten großen Durchbruch. Der Versuch der Industrienationen, ein neues Kyoto zu verhindern ist geplatzt (Guardian). Somit wird wieder an der 2-Vertrag-Lösung weiter gearbeitet.

Und nicht zu vergessen. Es liegen noch viele Hoffnungen auf das Eintreffen von Obama (Guardian) und dem chinesischen Premier Wen Jiabao (derStandard).

Outside the Bella Center

Die NGO’s sind nach wie vor von den Verhandlungen ausgeschlossen. Greenpeace hat nur mehr einen Deligierten im Kongresszentrum. Zumindest die Journalisten durften heute wieder rein (derStandard).

Der Guardian hat einen lesenswerten Artikel zu den Polizeiaktionen bei der COP15 veröffentlicht.

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