Die Reise ist vorbei und irgendwie gefällt mir dies nicht. Es regnet in Strömen, die Leute wirken unzufrieden und alles scheint wieder beim Alten. Die nächsten drei Monate habe ich mir frei genommen, vornehmlich um mich der Physiotherapie meines Knies zu widmen und zu schauen das die Entspanntheit und Freude der letzten Monate nicht zu einer kurzen Phase verkümmert, sondern sich in meinen Alltag einprägt. Weniger ist mehr.

Besonders mit dem hektischen, einengenden und naturfernen Treiben tue ich mir sehr schwer und werde deswegen versuchen, diesem soweit wie möglich aus dem Wege zu gehen.

Die zentrale Frage seit dem ich wieder in Österreich bin ist: „Was machst du jetzt?“. Ist ja auch naheliegend, doch leider, so scheint mir, werden damit viele unausgeprochene Wertungen mitgeliefert. Die Minderheit, die einem so etwas vergönnt, der Neid und die Forderung nach Fleiß und Dienst für das System überwiegen.

Immer in der Zukunft oder für wen anderen leben und die gesellschaftlichen Vorstellungen erfüllen, so scheint mir die Logik. Ich habe zur Zeit keinen 5 Jahres-Plan oder ähnliches, und sowas will ich auch nicht mehr. Die Welt dreht sich nämlich auch weiter wenn Mensch mal nicht arbeitet und konsumiert. Viele werden jetzt glauben ich wüsste nicht was ich will, was aber ganz weit daneben liegt, denn ich weiß gerade so gut wie seit Ewigkeiten nicht mehr, was ICH will.

Ich will Freiheit und Liebe!

Wohin mich dieser Weg führt ist offen, es wird versucht frei von externem Druck und Zwängen zu leben. Vorstellungen gibt es Viele. Ein Jahr Auszeit mit viel Reisen und Bergsteigen um in meinem Kopf Raum für die nächste große Entscheidung zu haben, nämlich welches Studium ich beginnen werde.

Bildich gesprochen, sind das aber nur Instrumente die in meinem Musikraum herum stehen und die vielleicht einen Takt im Lied des Lebens spielen werden. Da stehen aber auch noch andere umher und einige Instrumente sind mir wahrscheinlich noch gar nicht bekannt oder ich habe noch zu wenig mit ihnen gespielt.

Es scheint, als müssten einige Fesseln abgelegt, Neues erklommen, riskante Entscheidungen getroffen und das eigene, gesellschaftlich geprägtem Ego enttäuscht werden.

Und wir wären auch wieder am Anfang – Just like a rolling stone!

Grüße, Stefan

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3 comments

  1. Stefan Kasberger Juni 29th, 2009 4:01 pm Reply
    #1

    habe ein bisschen korrigiert, da mir die etwas forsche Art nicht mehr so gefallen hat. War ein bisschen zu emotional geschrieben… 😉
    Die neue Version passt aber super.

    greetz, kasi

  2. Berni Juni 29th, 2009 8:44 pm Reply
    #2

    – ALLAHU AKBAR –

  3. Fitsch Juli 1st, 2009 7:31 am Reply
    #3

    ich sehe du hast dich etwas dem amerikanischen lebensstil angepasst: mehr oder weniger von einem tag in den nächsten, ohne grosse pläne und nur leichte zukunftsvisionen.

    ist auch nicht schlecht, aber funzt in AT und der gesellschaft iwie ned.
    aber das is dir eh gleich aufgfallen *g*

    whatever, have fun =)

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