Letzter Tag war angebrochen und er war lange und schräg.

Brachten mal das Auto retour und kamen dann um 14h am Flughafen an. Der Flug startete erst um 21:15 Uhr also hatten wir viel Zeit. Ich schrieb die letzten Postkarten nieder und verschickte sie dann endlich. Dann kam es zum Einchecken und die Lufthansa in Amerika ist – wie uns davor schon gesagt wurde – etwas genauer mit dem Gepäcksmaßen. Mussten für ein Stück Übergepäck bezahlen (150$), bei den anderen Koffern und beim Handgepäck drückte er dann aber eh noch ein Auge zu. Hat schon gepasst, waren ja wirklich um einiges drüber.

Flug selber war wieder relativ unanstrengend. Beim Einsteigen war es extrem hektisch wie immer, Geduld scheint keine Stärke der deutschen Kultur zu sein. Nach Wochen der Freundlichkeit und Entspanntheit machte mich ein Deutscher gleich darauf Aufmerksam wohin die Reise es geht. Der ältere Herr kam mit dem Warten nicht so zurecht und fuhr uns in harschem Ton an. Teilte ihm dann aber auch mein Unverständniss mit. Kann mich nicht erinnern, dass in den letzten drei Monaten jemand so mit mir geredet hätte.

Am Ende des Fluges wachte ich ziemlich fertig von einem kleinen Schläfchen auf und das Dilemma nahm nahm seinen Lauf. Beim Gepäckabholen kam ich mir drauf, dass ich meine Kameratasche mit meiner Foto- und Videokamera im Flugzeug vergessen hatte. Durfte nicht mehr retour und musste zum Lost & Found Büro gehen. Auf dem Weg dort hin wurde ich natürlich als verdächtig eingestuft und mein Gepäck wurde von der Zollbehörde geröntgt. Ein Mitarbeiter fuhr dann zum Flugzeug und konnte die Tasche leider nicht finden. War schon ziemlich deprimierend, ist ja nicht gerade billig. Schaut ziemlich schlecht aus, dass ich sie wieder bekomme.

Fuhren dann mit der S-Bahn zum Ostbahnhof und lernten einen recht netten Mitarbeiter der Lufthansa kennen mit dem wir ein wenig quatschten. Am Ostbahnhof kam dann wieder so ein komisches Leere-Gefühl auf und ich kapierte schnell – mein Laptop war nicht da! Rannte drei Bahnsteige ab, nichts zu sehen. Berni schrie mir schon, der Zug fährt ein der auch schon zu sehen war. Extrem gestresst und deprimiert irrte ich auf den Bahnsteigen umher als ich ein schwarze Laptoptasche an einem Arm hängen sah. Es war meine! Schaute dann den Körper entlang rauf zum Gesicht, wo das Gesicht des Lufthansa Mitarbeiter mit etwas belehrenden Blick zu mir sah. Bedankte mich schnell mit „Thank you very much“ und rannte rüber um noch den schon wartenden Zug zu erwischen. Die Erleichterung war ungemein und der Verlust der Kameras war dadurch auch nicht mehr so schlimm. Hektische Abreise die sich am besten mit dem Wort „Braindead“ bezeichnen lässt. War bei mir auch bei weitem nicht das erste Mal, dass bei der An- oder Abreise etwas schief ging.

Zu Hause gabs dann Begrüßungen und ein paar Geschichten neben dem Auspacken. Meine Zimmer wirkten schon ein bisschen fremd aber die Gemütlichkeit nahm schnell überhand.

Greetz, Kasi

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3 comments

  1. aschi Juni 27th, 2009 11:52 am Reply
    #1

    FUCK FUCK FUCK. ich weiß wie behindert sowas ist. hoff du kriegst alles wieder und hoff du hast alles (oder zumindest die wichtigsten fotos/videos) am laptop gesichert…

  2. Stefan Kasberger Juni 27th, 2009 3:21 pm Reply
    #2

    jep, fotos waren doppelt gesichert. hätt sie sogar noch, wenn der Lapi weg wäre. 🙂

  3. Fitsch Juli 1st, 2009 7:25 am Reply
    #3

    du bist ein hirsch ! ned so dei ding vom chillout in flugstress

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