Kunstprojekt 'A' bau...Ein neun Meter großes, weithin sichtbares, rotes A auf dem Gipfel des Toten Mannes im Warscheneck aufstellen, so der Plan der Künstlerin Susanne Posegga.

Damit möchte sie auf die geplante Berg-Station für die neue Skischaukel Hinterstoder-Wurzeralm in dem Naturschutzgebiet hinweisen.

Das Kunstprojekt

Ein A steht für ‚Anfang‘.

Als erster Buchstabe des Alphabetes setzt es Maßstäbe für die noch kommenden.

Als architektonisches Gebilde steht es symbolhaft für ein Bauwerk, ein Haus.

Das ‚A‘ besteht aus den gleichen Materialien wie weitverbreitete alpine Konstruktionen: Beton und Stahl.

Verhältnis von Umweltschutz zu Tourismus

Doch die Kunst steht nicht nur für sich selbst, sondern hat mit dem Spannungsverhältnis zwischen Umweltschutz und Tourismus eine ganz reale Komponente.

'A' Bau...

„Das A soll genau dort stehen, wo die Bergstation von der Frauenkarseilbahn geplant ist“, sagt Susanne Posegga. Es soll aus den gleichen Materialien wie eine Seilbahnstütze bestehen, nämlich Beton und Stahl, und ebenfalls weithin aus der Ferne sichtbar sein.

Die geplante Skischaukel (OÖ Nachrichten) steht unter starker Kritik von Seiten der Umweltschützer, dem Alpenverein OÖ und den Grünen OÖ.

Teile der Lifte würden über das Naturschutzgebiet Warscheneck führen, das mit rund 5.000 Hektar das zweitgrößte Oberösterreichs. Dieses dient als Rückzugsraum für viele teils gefährdete Tierarten, insbesondere seltene Vogelarten.

Das 75 Millionen teure Vorhaben der Hinterstoder-Wurzeralm-Bergbahnen AG soll übers Warscheneck nach Hinterstoder gehen und eine Verbindung zwischen der Höss und Vorderstoder ermöglichen.

Das Kunstprojekt liegt mit dem Antrag auf Bewilliung vorerst bei den Naturschutzbehörden des Landes, des Bezirks bei den Grundeigentümern, den Österreichischen Bundesforsten sowie den drei zuständigen Gemeinden: Rossleiten, Vorderstoder und Spital am Pyhrn.

Erste Reaktionen

In der Naturschutzabteilung des Landes OÖ wird bezweifelt, ob Posegga die Genehmigung für das A, das aus den Materialien Beton und Stahl bestehen würde, erhält, da der Buchstabe mitten im Naturschutzgebiet stehen soll.

„Ich kenne das Projekt noch nicht und möchte der Prüfung nicht vorgreifen, aber ich glaube nicht, dass wir die Genehmigung für das A erteilen“, sagt Gottfried Schindlbauer, Leiter der Abteilung Naturschutz des Landes, in den OÖ Nachrichten.

Die Bundesforste wollen erstmal keine Stellungnahme abgeben, solange vom Naturschutz kein Bescheid vorliegt.

'A' Bau...
Die Gemeinde Spital am Pyhrn verweist als nicht zuständig ebenfalls auf die Naturschutzbehörde des Landes.

Bürgermeister Lindbichler aus Vorderstoder findet das Projekt interessant und mutig, kann sich das aber gegenüber den OÖN ebenfalls nicht vorstellen, da es mitten in einem Naturschutzgebiet ist.

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