Am 19. März wird im Zuge der agit.DOC-Reihe im Forum Stadtpark der Dokumentarfilm „Gasland“ über die Gewinnung von Schiefergas aufgeführt – mit anschliessender Diskussion über die aktuellen Vorhaben dazu im Weinviertel.

Zur agit.DOC Reihe lädt das Forum Stadtpark in Kooperation mit vielen anderen Initiativen – mit dabei auch die Geckos – zu einer Diskussion über die Risiken zur Gewinnung von Schiefergas in Österreich ein, und ob dieses überhaupt gebraucht wird.

„Fracking“ im Weinviertel

Erdgas im Weinviertel hört sich zu Beginn etwas ungewöhnlich an, doch in den tiefen Gesteinsschichten dort lagert schwer erschliessbares Schiefergas. Wer das Gas aus den Tiefen rauf bekommen will, muss das „Hydraulic Fracturing“ Verfahren – kurz „Fracking“ – anwenden, welches international in der Kritik steht.

Gegen den Plan der OMV dies in Niederösterreich zu machen, hat sich die Initiative SCHIEFESgas zusammen gefunden und kritisiert dabei die Risiken für Umwelt und Gesundheit durch die Verwendung von toxischen Chemikalien und die Zerstörung der Landschaft.

„Und selbst wenn man die Fließeigenschaften des Wasser mit Maisstärke statt mit giftigen Chemikalien verändere, bleibe dennoch ein sehr hoher Wasserverbrauch und eine Verunreinigung dieses Wassers u.a. mit Schwermetallen und Radioaktivität aus den angebohrten Gesteinsschichten selbst „, so der deutsche Physiker Werner Zittel vom Ludwig-Bölkow-Institut im Standard zum Plan der OMV, ein ökologischeres Verfahren mit dem Titel „Clean Fracking“ anzuwenden.

Weitere Bedenken gibt es, da die Fördermenge nur einen geringen Anteil des Energieverbrauches abdecke und die CO2-Bilanz dieser Methode sehr schlecht aussieht.

Dokumentarfilm GasLand

Im amerikanischen Dokumentarfilm zeigt Josh Fox die Folgen von Fracking in den USA und deckt die diskussionswürdigen Methoden dabei auf.

Als der Filmemacher Josh Fox eines Tages ein lukratives Angebot eines Energiekonzerns vorfindet, sein Familiengrundstück in Pennsylvania für Schiefergasbohrungen anzumieten, schlägt er es aus und beginnt zu recherchieren. Er deckt auf, dass quer durch die USA mittels der höchst umwelt- und gesundheitsschädigenden Fördermethode „Fracking“ (Hydraulic Fracturing) in enormem Ausmaß und ohne gesetzliche Beschränkungen in tiefen Gesteinsschichten eingeschlossenes Gas gefördert wird. Trinkwasser wird dabei mit krebserregenden Substanzen kontaminiert, aus Wasserhähnen dringt entzündbare Brühe und Tiere ersticken an austretendem Methan, das auch den Klimawandel erheblich befeuert. Die Konzerne jedoch versuchen die Wahrheit zu verschleiern und Menschen zum Schweigen zu bringen.

Der mit einem Emmy sowie dem Spezialpreis der Jury des Sundance Festivals ausgezeichnete und für den Oscar nominierte Film wird bei agit.DOC erstmals in deutscher Fassung in Graz gezeigt.

Podiums-Gespräch

Feuer aus dem Wasserhahn? Bedrohung durch Schiefergasförderung auch in Österreich?

Helene Waldner von der Bürger_inneninitiative SCHIEFESGas und Jurrien Westerhof von Greenpeace Österreich werden zusammen mit den Besucher_innen über die Auswirkungen und Risikien diskutieren und aufklären. Dazu wird LIVE via Videostream Wenonah Hauter von Food And Water Watch aus den USA zugeschaltet.

19. März @ Forum Stadtpark

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