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	<title>Alpine Geckos &#187; Ampezzaner Dolomiten</title>
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		<title>Monte Civetta (3.220m) über Degli Alleghesi Klettersteig (C) &amp; Attilio Tissi Klettersteig (C/D) mit Berni &#8211; [3. Aug. 08]</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 21:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Kasberger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ampezzaner Dolomiten]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Klassiker der Dolomiten stand an! Die Monte Civetta mit ihren 3.220m Höhe war nach einem Tag Pause nach der harten Monte Pelmo Tour der zweite Berg in den Ampezzaner Dolomiten, den Berni und ich besteigen wollten. Wetter blieb konstant und das war gut so, denn wir hatten mit unserer Kraft und Risikobereitschaft genug zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Klassiker der Dolomiten stand an! Die Monte Civetta mit ihren 3.220m Höhe war nach einem Tag Pause nach der harten <a href="http://www.alpine-geckos.at/?p=2083">Monte Pelmo Tour</a> der zweite Berg in den Ampezzaner Dolomiten, den Berni und ich besteigen wollten. Wetter blieb konstant und das war gut so, denn wir hatten mit unserer Kraft und Risikobereitschaft genug zu tun. Es ging den <a href="http://bergsteigen.at/de/touren.aspx?ID=2021">Degli Alleghesi Klettersteig (C)</a> rauf und den <a href="http://www.klettersteig.de/klettersteig/klettersteig_attilio_tissi/682">Attilio Tissi Klettersteig</a> (C/D) wieder runter. Das hieß viele Höhenmeter in oftmals exponierter und atemraubender Umgebung!</strong><br />
<a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-32.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="aligncenter size-large wp-image-5191" title="Berni auf der Civetta" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-32-530x354.jpg" alt="Berni auf der Civetta" width="530" height="354" /></a><br />
<span id="more-4868"></span><br />
Die Civetta, was auf Deutsch Eule heisst ist ein Gebirgsmassiv welches nach Westen steil 1000m abfällt. Die legendäre <strong>Nordwestwand </strong>ist die größte Steilwand in den Dolomiten und ist daher ein der wichtigsten Wände in der Klettergeschichte der Alpen. Eine lange Tour war vor uns und die Kraftreserven waren beim <strong>Monte Pelmo</strong> vor zwei Tagen schon ziemlich aufgebraucht worden.</p>
<h3>Aufstieg</h3>
<p>Wollten an und für sich die Tour in der Früh mit der Liftfahrt rauf in die Nähe des <strong>Rifugio A. Sonino al Coldai</strong> auf 2132 Meter starten. Da der Lift aber erst um 08:30 Uhr in Betrieb ging, wir da aber schon dem Gipfel nahe sein wollten, entschieden wir uns am Tag davor zu Fuß rauf zu gehen und auf der Hütte zu übernachten. </p>
<p>Zum baldigen Tourstart trieb uns einerseits die Dauer die mit etwa elf Stunden reiner Gehzeit angegeben ist und das Wetter, welches für den späten Sonntag wieder einmal stellenweise Gewitter meldete, was bei einem Klettersteig wirklich gefährlich ist.</p>
<p>Somit packten wir unsere Sachen und kamen dann um 21:45 Uhr auf der Rifugio Coldai knapp vor Ladenschluss an. Checkten ein und teilten uns die Nacht mit einem Freund der besonders schnarchenden Art. Dies und meine innere Anspannung vor einer Tour die ich schwer einschätzen konnte machten mir das Einschlafen schwer, obwohl der Körper dringend Ruhe benötigte.</p>
<div id="attachment_5188" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="size-large wp-image-5188" title="Rifugio Coldai" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-530x397.jpg" alt="Rifugio Coldai" width="530" height="397" /></a><p class="wp-caption-text">Rifugio Coldai</p></div>
<p>Um Fünf leutete uns das Handy raus und starteten den langen Tag bereits um Sechs mit einer traumhaften Aussicht. Die Sonne war am Aufgehen und erleuchtete das Herz der Dolomiten mit einem Lichtfächer. Der Monte Pelmo war direkt vor uns und dahinter ging die Sonne auf. Dies war bereits jetzt Belohnung genug und jede Minute Quälerei wert.</p>
<div id="attachment_5199" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/03/20080803_civetta_1-30.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="size-large wp-image-5199" title="Monte Pelmo bei Sonnenaufgang" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/03/20080803_civetta_1-30-530x306.jpg" alt="Monte Pelmo bei Sonnenaufgang" width="530" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">Monte Pelmo bei Sonnenaufgang</p></div>
<p>Trafen noch ein paar Alpen-Salamander, welche im morgendlichen Tau heim spazierten. Um halb Acht standen wir vor dem Einstieg des Klettersteiges. Ich gönnte mir noch ein kräftigendes Müsli mit Bananen bevor es los ging, typisch Kasi halt. <img src='http://www.alpine-geckos.at/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Meine körperliche Verfassung war wie schon erwähnt nicht so überragend und bereits beim Zustieg ging es ziemlich in die Beine. Schien eine Status Quo Ermittlung der sportlichen und geistigen Art zu werden. </p>
<p>Den auch der Schwierigkeitsgrad war nicht ohne für mich. Zwei Klettersteige an einem Tag und beide mit gehörig viel Höhenmetern und Exponiertheit, das war Neuland für meinen Körper und Geist.</p>
<div id="attachment_5189" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-7.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="size-large wp-image-5189" title="Dolomitnadeln" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-7-530x397.jpg" alt="Dolomitnadeln" width="530" height="397" /></a><p class="wp-caption-text">Dolomitnadeln</p></div>
<p>Zu Beginn ging es gemütlich los, einige <strong>A</strong> und <strong>B Passagen</strong> liessen uns gut ins Klettern rein kommen. Haben nicht überall gesichert, da einige Stellen Gehgelände waren. Zweimal ging es vertikal zur Sache (<strong>C Grad</strong>) und das Adrenalin wurde zum ersten Mal angeregt. Kletterten durch wunderschönen Dolomit und sahen bizarre Felsformen. Nadeln und Türme gabs da mitten im Gebirge, in der Mitte ging es auch mal einen Grat entlang. Die Geologie und die Aussicht ins Tal war unglaublich und den Nervenkitzel bei weitem wert.</p>
<div id="attachment_5194" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-9.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="size-medium wp-image-5194" title="Berni beim Aufstieg über den Degli Alleghesi Klettersteig" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-9-150x200.jpg" alt="Berni beim Aufstieg über den Degli Alleghesi Klettersteig" width="150" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Berni beim Aufstieg über den Degli Alleghesi Klettersteig</p></div>
<p>Bereits jetzt hatte sich meine subjektive Grenze zur Risikobereitschaft gehörig nach oben geschraubt. Neues Gelände und die Routine im Klettern machten dies möglich. Wir waren gut unterwegs, bis auf das Energieproblem in den Schenkeln halt.</p>
<p>Leider hatte der Aufstieg am Nordgrat die tückische Eigenschaft einem immer wieder glauben zu lasssen, dass der Gipfel nur mehr ein paar hundert Meter weg sei. Dies glaubte man so lange, bis sich hinter der anvisierten Kante wieder ein neuer Anstieg aufschloss und einem dies wieder glauben ließ. So gings einige Mal dahin, es wäre gelogen wenn ich jetzt behaupten würde, es hat mir Spass gemacht. So wurde der <strong>technisch leichte Schluss</strong> <strong>(A, B Grad)</strong> für die Oberschenkel und dem Willen noch eine ziemliche Ausdauerprobe, wie auf dem ein oder anderen Foto zu erkennen ist.</p>
<div id="attachment_5192" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-1.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="size-large wp-image-5192" title="Kasi leicht erschöpft am Grat :-)" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-1-530x397.jpg" alt="Kasi leicht erschöpft am Grat :-)" width="530" height="397" /></a><p class="wp-caption-text">Kasi leicht erschöpft am Grat <img src='http://www.alpine-geckos.at/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p></div>
<p>Um Zwölf Uhr waren wir erschöpft am Gipel angekommen. Dort gab es gleich mal die schon <strong>traditionelle Kasberger-Jause mit Salami und Käse</strong>. Waren die Ersten am Gipfel, nur zwei schwäbische Biker, welche sich mit dem Rad-Helm über den Normalweg auf  die Civetta verirrt hatten, waren vor uns angekommen. Die Beiden waren auf einer <strong>Trans-Alp</strong> mit den Rädern unterwegs und machten heute zwischendurch mal einen Bergtag. Ein nettes Gespräch und die schöne Aussicht liesen uns da oben eine Stunde verweilen, bis wir den Abstieg über den <strong>Tissi Klettersteig (C/D)</strong> anstarteten.</p>
<div id="attachment_5190" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-13.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="size-large wp-image-5190" title="Monte Civetta (3220m)" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-13-530x397.jpg" alt="Monte Civetta (3220m)" width="530" height="397" /></a><p class="wp-caption-text">Monte Civetta (3220m)</p></div>
<h3>Abstieg</h3>
<p>Hatte noch nie zuvor einen Klettersteig als Abstieg benutzt und war schon recht gespannt. Auf der <strong>Rifugio Torrani</strong> erkundigten wir uns noch kurz über das Wetter und gingen optimistisch weiter. Es sollte erst später Regnen und wir waren noch gut in der Zeit.</p>
<div id="attachment_5201" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/03/20080803_civetta_1-21.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="size-medium wp-image-5201" title="Kasi klettert ums Eck auf einer Fels-Schuppe" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/03/20080803_civetta_1-21-150x200.jpg" alt="Kasi klettert ums Eck auf einer Fels-Schuppe" width="150" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Kasi klettert ums Eck auf einer Fels-Schuppe</p></div>
<p>Auch beim <strong>Tissi Klettersteig </strong>starteten wir wieder die erste Hälfte ohne Anhängen. Ich querte einen Spalt &#8211; in dem es 200 Meter gerade runter ging &#8211; nur mit meinen Händen gesichert. Da auf der anderen Seite Bergsteiger warteten die den Tissi als Aufstieg benutzten, ließ ich nach der Querung sogar komplett los.</p>
<p>Stand also durchtränkt von Adrenalin in leicht panischer Manier auf einem glitschigen Felsen ohne Sicherung. Links gings 300 Meter rauf, rechts 200 runter. Es war wohl die <strong>dümmste Entscheidung meines Lebens</strong>, die Sicherung an dieser kritischen Stelle zu lösen und mit wackeligem Fuß auf den rutschigen Fels zu steigen. <strong>Genau an diesem Moment hatte ich keinerlei Kontrolle über mein Leben und bin heute noch sehr dankbar und heilfroh, dass damals nichts passiert ist.</strong> Dies Aktion bescherte mir einige Alpträume und erdete mich in Sachen Risikobereitschaft und Bewusstsein gehörig.</p>
<p>Danach ging es konstant im <strong>C Grad</strong> weiter, die Wand war oftmals nass und glitschig. Hatte dabei ein komisches Erlebnis. Ich konnte mit meinem Denken nicht mehr genau einschätzen, wo meine Grenze fürs Sichern liegt. Meine Urteilskraft zu diesem Thema wurde an diesem Tag so ausgeweitet und neu definiert, dass ich mir schwer damit tat ein Gefühl für das Risiko und das Eigenkönnen zu bekommen.</p>
<div id="attachment_5195" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-24.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="size-large wp-image-5195" title="Kasi beim Abstieg über den Tissi Klettersteig" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-24-530x391.jpg" alt="Kasi beim Abstieg über den Tissi Klettersteig" width="530" height="391" /></a><p class="wp-caption-text">Kasi beim Abstieg über den Tissi Klettersteig</p></div>
<p>Die letzten 200 Höhenmeter wurde es dann auch mental anstrengend, da es immer schwieriger wurde die Konzentration zu halten und auch die Eindrücke der Route nicht mehr so wirkten wie zu Tagesbeginn. Kamen dann gegen drei in einem <strong>Talkessel </strong>an und leisteten uns noch einen kleinen Umweg auf dem <strong>Karstplateau</strong>, was mir zum Glück dann noch einige <strong>schöne Fotografien</strong> bescherte.</p>
<div id="attachment_5196" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-40.jpg" rel="lightbox[4868]"><img class="size-large wp-image-5196" title="300" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/02/20080803_civetta_1-40-530x354.jpg" alt="300" width="530" height="354" /></a><p class="wp-caption-text">300</p></div>
<p>Ab vier waren wir wieder auf unseren normalen Weg unterwegs nach unten. Da unsere Kraftreserven schon lange aufgebraucht waren wurde der restliche Weg zu einer qualvollen Strapaze. Noch dazu hatten wir auch kein Wasser mehr und unsere Mägen forderten ihre Füllung ein.</p>
<p>Böswilligerweise hörten wir die ganze Zeit einen Bach runter sprudeln, konnten aber keinen sehen. Gingen also mit riesen Durst eine <em>lange </em>Stunde lang dahin, bis die Laute immer näher kamen und wir endlich das Wasser erreichten. Hier wurde zumindest der Drang nach Flüssigkeit gestillt, bevor es weiter ging.</p>
<p>Dann war auch schon der Ort <strong>Pecol </strong>in sichtweite und somit das <em>erhoffte </em>Ende der Tour. Leider gab es aber keine Öffis und die Autofahrer waren uns auch nicht freundlich gesinnt (vielleicht hatten die schon Geruchssensoren). Also gingen wir noch eine weitere Stunde der Straße entlang über einen kleinen Pass um zu unserem Auto zurück zu kommen, welches bei der Liftstation auf uns wartete.</p>
<h3>Resumee</h3>
<p>Die <strong>surrealen Dolomit-Wände</strong> welche wie aus einem Traum erschienen, der sehr schöne <strong>Alleghesi Klettersteig</strong>, super Ausblick am Gipfel und eine sportlich und körperlich gesehen neue Maßstäbe setzende Leistung machten diesen Tag zu etwas ganz Besonderem.</p>
<p>Im nachhinein gesehen machte ich bei dieser Tour <strong>einige grobe Fehler</strong>, die sogar mein Leben in Gefahr gebracht haben. Zumeist um schnell unterwegs zu sein oder nicht langsamer als Bernhard und hängte mich an einigen kritischen Punkten nicht ein oder aus. <strong>Einmal hatte ich sogar so wenig Kontrolle über die Situtation, dass ich heute dankbar sein muss nicht in den Tod gestürzt zu sein.</strong> Aber auch das Abhängen an relativ einfachen Passagen kann durch subjektive Gefahren wie Steinschlag lebensbedrohlich enden. </p>
<p><strong>Es muss ein jeder für sich selber entscheiden wo er seine persönliche Grenze in Sachen Risikobereitschaft zieht !</strong> Grundsätzlich eher defensiv würde ich jetzt im Nachhinein empfehlen.</p>
<p>Alles in Allem hat die Tour laut Pulsmessgerät <strong>~7000 Kalorien</strong> verbrannt und <strong>12 Stunden</strong> gedauert. Eine Leichtigkeit war die Tour nicht, meine Füße zeigten mir das danach ganz klar. Habe in den drei Tagen rund um Cortina d&#8217;Ampezzo einige Kilos abgenommen, was nicht hauptsächlich am wenigen Essen lag, sondern am vielen Bewegen und dem Flüssigkeitsverlust. Den Energieverbrauch kann Mensch durch normale Nahrungsaufnahme nicht auffüllen. </p>
<p>Bernhard war wieder unglaublich fit und konnte mich immer wieder anspornen.</p>
<p>Generell waren die drei Tage in den Dolomiten sehr einflussreich und prägten mein Leben in einem Ausmass, dass ich erst heute so wirklich anfange zu verstehen. Neben dem Bergsteigen und Klettern konnte mich gerade die Natur mit ihren bizarren geologischen Felsformen und intensiven Farben zutiefst berühren.  War die schönste und wahrscheinlich auch die wichtigste Bergtour meines Lebens. Grenzen wurden neu gesetzt und der nächste Level im Alpinismus erreicht.</p>
<p>Ein kleiner Junge, der dachte er hätte schon viel gesehen, wurde eines besseren belehrt.</p>
<h3>Details zur Tour</h3>
<ul>
<li><strong>Tour:</strong> Parkplatz bei Palafavera Camping – Rifugio Coldai (2.132m) – Monte Civetta (3.220m)- Rifugio Torrani (2.984m) – Pecol &#8211;  Parkplatz bei Palafavera Camping</li>
<li><strong>Höhenmeter:</strong> ~2000m</li>
<li><strong>Dauer:</strong> 11 Stunden</li>
<li><strong>Charakter:</strong> Sehr anstrengende Tagestour bei der der wunderschöne und abwechslungsreich Degli Alleghesi Klettersteig (C) als Aufstieg verwendet wird. Runter geht es ebenfalls einen Klettersteig, nämlich den Attilio Tissi (C/D). <strong>Zusammen wohl eine der schönsten Touren in den Alpen!</strong></li>
<li><strong>Besonderheiten:</strong> rohe Geologie, Karstplateau, abwechslungsreiche Klettersteige, Weitsicht im Herzen der ampezzaner Dolomiten (Pelmo, Marmolata, Tofane di Rozes), Rundkurs mit zwei unterschiedlichen Klettersteigen</li>
<li><strong>Anfahrt:</strong> Von Cortina d’Ampezzo kurz in Richtung Passo Falzàrego, dann links über den Passo Giau nach Selva di Cadore. Dort abermals links und über Pescul bis Palafavera kurz vor Pecol. Von Süden: Nach Longarone und links über Forno di Zoldo und Dont bis Pecol, von dort ein paar Kehren bis Palafavera.</li>
<li><strong>Karte:</strong> Tabacco WK 015, Civetta; Kompass WK 55, Cortina d‘Ampezzo</li>
<li><strong>Führerliteratur für diese Region:</strong><br />
Klettersteigführer Dolomiten, Südtirol, Gardasee &#8211; Axel Jenzsch Rabl;<br />
Klettersteig-Atlas Dolomiten &amp; Südtirol, Band 2, Italien Nord &#8211; Hoch, Rüttinger, Beeler;<br />
Hüslers Klettersteigatlas Alpen &#8211; Hüsler, Eugen;<br />
Klettersteige Dolomiten &#8211; Höfler, Horst; Werner, Paul;</li>
</ul>
<h3>Links:</h3>
<ul>
<li><a href="http://bergsteigen.at/de/touren.aspx?ID=2021">Degli Alleghesi Klettersteig</a></li>
<li><a href="http://www.klettersteig.de/klettersteig/klettersteig_attilio_tissi/682">Attilio Tissi Klettersteig</a></li>
<li><a href="http://www.summitpost.org/mountain/rock/152437/monte-civetta.html">Summitpost.org &gt;&gt; Civetta</a></li>
</ul>
<table style="width:194px;">
<tr>
<td align="center" style="height:194px;background:url(https://picasaweb.google.com/s/c/transparent_album_background.gif) no-repeat left"><a href="https://picasaweb.google.com/alpine.geckos/MonteCivetta3220mMitBerni?authuser=0&#038;feat=embedwebsite"><img src="https://lh5.googleusercontent.com/-UOfnCX5LeR0/S2cblRNNB1E/AAAAAAAAB_I/gLgUedff0hQ/s160-c/MonteCivetta3220mMitBerni.jpg" width="160" height="160" style="margin:1px 0 0 4px;"/></a></td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;font-family:arial,sans-serif;font-size:11px"><a href="https://picasaweb.google.com/alpine.geckos/MonteCivetta3220mMitBerni?authuser=0&#038;feat=embedwebsite" style="color:#4D4D4D;font-weight:bold;text-decoration:none;">Monte Civetta (3.220m) mit Berni</a></td>
</tr>
</table>
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		<title>Monte Pelmo (3.168m) mit Bernhard &#8211; [1. Aug. 08]</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 13:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Kasberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die erste Bergtour von Stefan und Bernhard in den Ampezzaner Dolomiten, auf den famosen Monte Pelmo (3.168 m). Der Monte Pelmo (3.168m) in den Ampezzaner Dolomiten war wohl eine der prägendsten Berge in meinem (Stefan&#8217;s) Leben, welchen ich zusammen mit Bernhard, während unserer Bergwoche in Südtirol und am Gardasee, ging. Aufstieg Der Plan war über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4995" class="wp-caption alignright" style="width: 143px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-23.jpg" rel="lightbox[2083]"><img src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-23-133x200.jpg" alt="Dolomiten Schulter mit Ball Band" title="Dolomiten Schulter mit Ball Band" width="133" height="200" class="size-medium wp-image-4995" /></a><p class="wp-caption-text">Dolomiten Schulter mit Ball Band</p></div><strong>Die erste Bergtour von Stefan und Bernhard  in den Ampezzaner Dolomiten, auf den famosen Monte Pelmo (3.168 m).</strong></p>
<p>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Pelmo">Monte Pelmo</a> (3.168m) in den <strong>Ampezzaner Dolomiten</strong> war wohl eine der prägendsten Berge in meinem (Stefan&#8217;s) Leben, welchen ich zusammen mit Bernhard, während unserer Bergwoche in Südtirol und am Gardasee, ging. </p>
<h3>Aufstieg</h3>
<p>Der Plan war über die Ost-Seite über das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Ball_%28Politiker%29"><strong>Ball Band</strong></a> auf zu steigen und dies sehr bald, denn es wurden für Nachmittag vereinzelt Gewitter gemeldet.<br />
Um 15 Uhr wieder bei unseren Autos zu sein war unser Ziel.<span id="more-2083"></span></p>
<p>Die Anreise führte uns am Vortag mit dem Auto  von Borca di Cadore rauf zu einem kleinen Schotter-Parkplatz. Früh Morgens um sieben Uhr weckte es uns aus aus unserem Schlaf und starteten eine Stunde später von knapp 1.100 m Höhe mit dem Rad zur Hütte <strong>Rifugio Venezia</strong> auf 1.950 Meter. </p>
<p>Was wir bei der Planung in der Landkarte nicht gelesen haben, war, dass es anstatt 500 Höhenmetern 800 waren, und ein Großteil der Strecke so steil war, dass sie für uns mit dem Mountainbike nicht befahrbar war. Ich versuchte es aber trotzdem so lange wie möglich und powerte mich sinnloser weise bereits auf dem ersten halben Kilometer stark aus.</p>
<p>Nach zwei Stunden, die wir zumeist mit anstrengendem Rad schieben verbrachten, waren wir bei der Hütte angekommen. Dem Zeitplan hechelten wir bereits ein bisschen nach, aber eine Pause war nötig, nach dem anstrengenden Start. Auf der Hütte lernten wir gleich die Kellnerin Diana kennen und quatschten mit ihr ein bisschen bevor wir die Rast zum Energie-auf-tanken anstarteten.</p>
<h4>Sollen wir oder sollen wir nicht?</h4>
<p>Der erste Teil zog nämlich um einiges mehr Energie aus unseren Oberschenkeln als wir das eingeplant hatten und die eigentliche Tour zu Fuß lag aber noch vor uns. Dies und die drohende Gewittergefahr waren meine Gedanken während dem Zustieg zur Wand, aber Berni motivierte immer wieder und beruhigte mich.<br />
<div id="attachment_4964" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-3.jpg" rel="lightbox[2083]"><img src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-3-530x354.jpg" alt="Berni, Kasi und der Monte Pelmo" title="Berni, Kasi und der Monte Pelmo" width="530" height="354" class="size-large wp-image-4964" /></a><p class="wp-caption-text">Berni, Kasi und der Monte Pelmo</p></div>
<p>Meine Erlebnisse im <strong>hochalpinen Gelände</strong> waren noch recht bescheiden, war ja mein erster Dreitausender, einen Zweitausender dazwischen hatte ich auch noch nicht begangen. Und so waren die Gefahren wie Steinschlag und die Wetterturbulenzen was völlig Neues, wenn auch schon oftmals Gehörtes. </p>
<p>Auch von der Dimension der Tour war der Tag ein neuer Gradmesser. Zwölf Stunden unterwegs zu sein und dabei knapp 2.000 Höhenmeter zu überwinden war auch von sportlicher Perspektive her, eine Herausforderung. Also, Vergleiche ziehen mit anderen Touren ging nicht und es musste die eigene Logik und Vernunft ausgepackt werden.</p>
<div id="attachment_4989" class="wp-caption alignright" style="width: 276px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-15.jpg" rel="lightbox[2083]"><img src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-15-266x200.jpg" alt="Rifugio Venezia " title="Rifugio Venezia " width="266" height="200" class="size-medium wp-image-4989" /></a><p class="wp-caption-text">Rifugio Venezia </p></div>
<h4>Das Ball Band</h4>
<p>Beim Zustieg zum <strong>Ball Band</strong> kamen uns eine Gruppe die umgedreht hat entgegen, die uns vom Weitergehen abrieten. Aussagen wie: &#8220;Das Wetter sei nicht stabil&#8221; und &#8220;das fast ungesicherte Ball Band verlange einiges an Mut&#8221; erfreuten meine innere Skepsis nicht gerade und so wurde direkt vor der Ost-Wand eine Weile darüber diskutiert, ob wir nicht auch umdrehen sollten. </p>
<p>Der zeitliche Verzug, die Angst vor den unbekannten, alpinen Gefahren und Herausforderungen, der anstrengende Zustieg und der prognostizierte Wetterumschwung trieben meine Gedanken immer wieder Richtung Tal, doch Bernhard ließ nicht locker und so entschieden wir uns für den Berg und das wir umkehren, falls es nicht mehr geht. Eine Strategie die ich seit damals in vielen ähnlichen Fällen verfolge.</p>
<p>Also setzten wir die Bergtour fort und waren bald auf dem Ball Band. Die Gruppe die uns warnte hatte schon recht, bei Regen ist diese Passage nicht empfehlenswert. Besonders ich war dadurch ein bisschen beeindruckt, aber Bernhard schien alles unter Kontrolle zu haben. </p>
<p>Das <strong>Ball Band</strong> mit seiner <strong>Gesteins-Schicht-Verschiebung</strong> in einer vertikalen Wand ist auch aus geologischer Sicht interessant, so wie die gesamten Dolomiten. Diese uralte Verschiebung ermöglicht es überhaupt erst, den schmalen Weg am Rande der Steilwand zu begehen. Meist hatten wir zwischen einem Meter und 50 Zentimeter Platz, links ging es 100 Meter runter, rechts einige Hundert rauf.</p>
<p>So war der Beginn der Tour, auch die Eintritts-Prüfung in die alpine Welt für mich. Gleich zu Beginn der Zustieg zum Ball Band, ein nicht gefährlich erscheinendes, dezent ansteigendes Stück mit viel Kiesel und Schotter, welches leicht zum Ausrutschen führen kann.<br />
Dann die exponierte Stelle gleich zu Beginn und in der Mitte die Passage mit den zwei Seilsicherungen (<strong>Passo del Gatto</strong>).<br />
Insgesamt war es aber eine sehr schöne Mischung aus Nervenkitzel und Genuss, welche aber ein hohes Maß an Trittsicherheit abverlangt. Dann gings noch um ein paar Schultern herum, bevor das Ball Band zu Ende war.<br />
<div id="attachment_4965" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-16.jpg" rel="lightbox[2083]"><img src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-16-530x397.jpg" alt="Ball Band" title="Ball Band (Passo del Gatto)" width="530" height="397" class="size-large wp-image-4965" /></a><p class="wp-caption-text">Ball Band</p></div></p>
<h4>Die Bänder und das Karstplateau</h4>
<p>Ums Eck gegangen sahen wir auf eine rohe, von urgewalt strotzende Landschaft voller unbekannter, geologischer Formen ein. Angekommen in einem <strong>Schuttkessel </strong>gingen wir geradewegs nach oben. Die vielen Bänder zu überqueren und den richtigen Weg beizubehalten war zwar nicht schwer, aber dauerte länger als wir dies ganz unten vermuteten. Der Lohn der Mühe war eine schöne  <strong>Karstlandschaft</strong>, ein kleines Plateau wo orangefarbener, zerklüfteter Fels noch teilweise bedeckt von Schnee war. Hier war einst der <strong>Pelmo Gletscher</strong> aktiv, wie ich erfuhr.</p>
<p>Wir waren in einer unglaublich schönen Felslandschaft eingebettet, mit einer traumhaften Aussicht Richtung Süden. Schroffe Dolomit-Wände mit deren Bändern und verwaschene Übergänge von Gesteinsschichten, Jahrmillionen geprägt durch verschiedene Formen von Erosion, eröffneten mir eine komplett neuartigen Blick auf die Welt und erweckten die Begeisterung für die Geologie in mir. Es schien mir teils nicht real zu sein, eher wie aus einer anderen, fremden Welt.<br />
<div id="attachment_4966" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-18.jpg" rel="lightbox[2083]"><img src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-18-530x397.jpg" alt="Bänder Monte Pelmo" title="Bänder Monte Pelmo" width="530" height="397" class="size-large wp-image-4966" /></a><p class="wp-caption-text">Karstlandschaft Monte Pelmo</p></div></p>
<p><strong>Roh, zeitlos und schön ragte hier die Erde hoch und zeigte uns einen Teil ihrer großen Kraft und Geschichte.</strong></p>
<p>Wir überquerten die Schneefelder und standen am Sattel, der rechts zum Gipfel rauf führte. Zuvor verblieben wir aber noch vor der <strong>Pelmo-Westwand</strong>, die direkt vor uns 800 Meter vertikal in die Tiefe abfiel. Zentimeter für Zentimeter näherte ich mich der Kante an, doch weiter als einen halben Meter traute ich mich nicht heran. Meine Füße wurden so schwer wie noch nie zuvor und ich bekam einen großen Respekt vor der Wand, oder besser gesagt vor den Menschen die auf ihr rauf kletterten, wie zum Beispiel die Huber Buam. Ich konnte nur erahnen, welche mentale und körperliche Fitness und Erfahrung es benötigt um solch ein Projekt durch zu führen. </p>
<p>Das Wetter wurde indes immer schlechter und die Wolken zogen von Minute zu Minute mehr zu. Auch tiefer gelegene Wolken kamen vom Tal aus zu uns rauf und nahmen uns die Sicht. Die letzten paar Höhenmeter über den leicht ausgesetzten Grat zum Gipfel gab es leider keine Aussicht mehr, somit blieben <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antelao">Antelao</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Civetta">Civetta</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marmolata">Marmolata</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tofana">Tofane di Rozes</a></strong> im Verborgenen.</p>
<p>Kurz nach 14 Uhr war es, als Berni und ich auf dem Monte Pelmo auf 3.168 Metern standen, genießen konnten wir es jedoch nicht. Machten schnell unsere Fotos und zügig ging es wieder runter, da wir jederzeit mit Regen rechnen mussten.<br />
<div id="attachment_4982" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1.jpg" rel="lightbox[2083]"><img src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-530x354.jpg" alt="Gipfel Monte Pelmo (3.168m) Kasi und Berni" title="Gipfel Monte Pelmo (3.168m) Kasi und Berni" width="530" height="354" class="size-large wp-image-4982" /></a><p class="wp-caption-text">Gipfel Monte Pelmo (3.168m) Kasi und Berni</p></div></p>
<h3>Abstieg</h3>
<p>Der Abstieg erwies sich als &#8211; wie erwartet &#8211; unspektakulär. Besonders der Nervenkitzel des Ball Bandes nahm bereits beim zweiten Mal gehörig ab und so kamen wir sehr zügig voran. Am Ende des Bandes, welches nach dem englischem Erstbesteiger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Ball_%28Politiker%29"><strong>James Ball</strong></a> benannt war, begann es dann kurzzeitig zu Regnen, was aber mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit beim Gehen kein Problem darstellte.<br />
<div id="attachment_4983" class="wp-caption alignright" style="width: 143px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-11.jpg" rel="lightbox[2083]"><img src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080801_pelmo_1-11-133x200.jpg" alt="Geologie Monte Pelmo" title="Geologie Monte Pelmo" width="133" height="200" class="size-medium wp-image-4983" /></a><p class="wp-caption-text">Geologie Monte Pelmo</p></div><br />
Kamen um halb Sechs wieder bei der <strong>Rifugio Venezia</strong> an, wo wir uns bei Diana noch verabschiedeten und sie uns herzlich zu ihr nach Venetien einlud.</p>
<h4>&#8220;Gib ihm&#8221; mit dem Mountainbike</h4>
<p>Die Tour war aber noch nicht zu Ende, denn jetzt stand mit der Abfahrt mit den Mountainbikes die Belohnung für uns an. Forderte noch ein letztes Mal einiges an (nicht mehr vorhandener) Kraft  und Geschicklichkeit ab, was sich zeigte, als ich bei Schneckentempo in einer steilen Passage auf fünf Meter gefühlte 20 Mal unfreiwillig vom Rad abstieg. War aber ein immenser Spass und Adrenalin-Kick und die bis dato mit 20min Fahrtzeit längste Mountainbike-Abfahrt.</p>
<p>Gegen 18 Uhr Abend bei den Autos angekommen waren wir fix und fertig und freuten uns auf unseren zurück erlangten Grad an Zivilisation, doch jener Schlug uns gleich mitten ins Gesicht. </p>
<h3>Missgeschicke und Gastfreundschaft</h3>
<p>Die Bergtour wurde ja ohne große Probleme gut gemeistert, doch der Alltag schien uns leider keine Geschenke zu machen. Wir ließen die Kühltasche den ganzen Tag über an der Batterie hängen, in der dummen Annahme, dass die Batterie dies schon meistern würde. Diese hielt sich aber nicht an unsere Mutmaßungen und so rollten wir auch schon gemütlich bis runter ins Tal, da sich die Batterie nicht einmal vom Rollen wieder aufladen wollte. </p>
<p>Doch die Dummheit von uns wurde von der Hilfsbereitschaft der Südtiroler wieder wett gemacht, und so schafften wir es nach ein paar Stunden wieder fahrtauglich zu sein. Dies dauerte so lange, da wir uns mit zwei defekten Starter-Kabeln ärgern mussten. Die Helfer schien das aber eher Spass zu machen, Manchmal fürchteten wir schon, dass sich ein Streit zwischen ihnen um die Gunst des Helfens am Auto entwickelt.</p>
<p>Hier noch eine kleine Anekdote von einer alten Südtirolerin, Mutter eines Helfers, die fragte: “ Habt ihr jetzt Angst wieder nach Südtirol zu kommen, weil da die Autobatterie ausgeht?“ Das nach einer Stunde Hilfe ohne nur annähernd das Gefühl zu bekommen, dass dies irgendwem unangenehm war. </p>
<p>Das war aber nicht der einzige Grund, warum sich die Fahrt zur Unterkunft so lange hinaus verzögerte. Der <strong>Wasserbehälter war kaputt</strong> und setzte in gemütlicher Manier schön langsam, während wir am Berg herum turnten, die Beifahrerseite unter Wasser. Mussten somit noch das Auto säubern, die entladene Batterie aufladen (es ging keine Klima, kein Fensterheber oder Scheibenwischer), eine Unterkunft finden und checkten um 22 Uhr Nachts in Bozen bei der vermutlich letzten offenen Pension ein, bevor wir unseren wohlverdienten Regenerations-Schlaf angehen konnten.</p>
<h3>Auf&#8217;m Berg is de Wöd in Ordnung! &#8211; aber auch unten</h3>
<p>Eine wunderschöne und zugleich herausfordernde Tour im Herzen der Dolomiten mit unerwartetem Ende, so lässt sich dieser Tag wohl am besten Beschreiben. </p>
<p>Ich stand auf meinem ersten Dreitausender, aber viel wichtiger waren die Eindrücke, die die Geologie und dieser persönliche Grenzgang, bei mir hinterließen. Bernhard, der in einer super Verfassung war, und ich pushten uns an unsere mentalen und körperlichen Grenzen und Verschoben diese an jenem Tag wieder ein Stückchen nach oben. Gefahren wurden abgeschätzt, mein erstes Risiko-Management in den Bergen sozusagen, und viel dazu gelernt.</p>
<p>An diesem Tag hat sich mein Zugang zum Alpinismus, zu den Bergen und zur Welt an sich stark verändert und sich der Gedanke an weitere Abenteuer in unwirtlichem, zivilisations-feindlichem Gelände, sowie die Begeisterung für die Geologie, in meinen Kopf eingenistet. </p>
<p>Zwei Tage später wurde dann mit dem <a href="http://www.alpine-geckos.at/2010/monte-civetta/">Monte Civetta</a> gleich der nächste Klassiker erklommen.</p>
<p>Grüße, Stefan</p>
<div id="attachment_4971" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080803_pelmo_1.jpg" rel="lightbox[2083]"><img src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/uploads/2010/01/20080803_pelmo_1-530x306.jpg" alt="Monte Pelmo bei Sonnenaufgang (von Monte Civetta aus)" title="Monte Pelmo bei Sonnenaufgang (von Monte Civetta aus)" width="530" height="306" class="size-large wp-image-4971" /></a><p class="wp-caption-text">Monte Pelmo bei Sonnenaufgang (von Monte Civetta aus)</p></div>
<h3>Details zur Tour:</h3>
<ul>
<li><strong>Route</strong>: Parkplatz von Borca di Cadore rauf (1.100 m) &#8211; Rifugio Venezia (1.950 m) &#8211; Monte Pelmo (3.168 m)- Rifugio Venezia (1.950 m) &#8211; Parkplatz (1.100 m)</li>
<li><strong>Höhenmeter</strong>: ~2000 m</li>
<li><strong>Dauer</strong>: 11 Stunden</li>
<li><strong>Charakter</strong>: teilweise ausgesetzte und ungesicherte Passagen (Ball Band) im hochalpinen Gelände, sehr anstrengende als Tagestour</li>
<li><strong>Besonderheiten</strong>: rohe Geologie, Ball Band, Weitsicht im Herzen der ampezzaner Dolomiten (Antelao, Civetta, Marmolata, Tofane di Rozes)</li>
<li><strong>Anfahrt</strong>: Über Cortina d´Ampezzo und San Vito di Cadore nach Borca di Cadore. Im Ort ca. 40m vor der Agip-Tankstelle zweigt Rechts die Str. nach Villanova ab. Folgen der Straße durch den kleinen Weiler und folgen der Beschilderung Rifugio Venezia. Ca. 400m hinter dem Ortsschild zweigt sich der Weg auf bei 1.140 m Höhe. Davor links ein kleiner Parkplatz. </li>
<li><strong>Karte</strong>: Tabacco 03- Cortina e Dolomiti, Kompass 634 &#8211; Pieve di Cadore</li>
</ul>
<h3>GPS Track</h3>
<div  style="text-align: left;"  class="xmlgmdiv" id="xmlgmdiv_31"><iframe class="xmlgm" id="xmlgm_31" src="http://www.alpine-geckos.at/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_show.php?gpxid=31" style="border: 0px; width: 500px; height: 400px;" name="Google_Gpx_Maps" frameborder="0"></iframe></div>
<p><img class="xmlgmele" id="xmlgmele_31"  style="text-align: left; margin: 0px; padding: 0px; max-width: 100%;"  alt="Elevation Profile" src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&#038;chls=5,0,0&#038;chf=c,ls,90,CCCCCC,0.166666666667,FFFFFF,0.166666666667&#038;chxt=x,y&#038;chxl=0:|0 km|5.3 km|10.5 km|15.8 km|21 km|1:|800 m|1200 m|1600 m|2000 m|2400 m|2800 m|3200 m&#038;chd=s:bdfhhhhimptwx032ywsokhhhhgebZYXVUSPOMKJLNOQSUVXYZa&#038;chs=500x200&#038;chco=008000&#038;chtt=Elevation+Profile&#038;chts=555555,12" /><br /><a title="Bergsteigen GPX Track: Monte Pelmo" href="http://www.alpine-geckos.at/data/GPS/20080801_Monte_Pelmo.gpx" target="_blank">Monte Pelmo 2008-08-01 (GPX File) </a></p>
<p><a href="http://www.alpine-geckos.at/aktivitaeten-menu/internet/gps-tracks">Nutzungsbestimmung GPS-Tracks</a></p>
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.thehighrisepages.de/bergtouren/tour_486.htm">TheHighRisePages.de >> Monte Pelmo</a></li>
<li><a href="http://www.bergeberge.de/Pelmo/pelmo.htm">Tourenbericht Monte Pelmo</a></li>
</ul>
<table style="width:194px;">
<tr>
<td align="center" style="height:194px;background:url(https://picasaweb.google.com/s/c/transparent_album_background.gif) no-repeat left"><a href="https://picasaweb.google.com/alpine.geckos/MontePelmo3168mMitBerni?feat=embedwebsite"><img src="https://lh4.googleusercontent.com/_nJsBsU7lwgw/S1hYIDSYJ2E/AAAAAAAABRg/HEwndpZ8jDs/s160-c/MontePelmo3168mMitBerni.jpg" width="160" height="160" style="margin:1px 0 0 4px;"/></a></td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;font-family:arial,sans-serif;font-size:11px"><a href="https://picasaweb.google.com/alpine.geckos/MontePelmo3168mMitBerni?feat=embedwebsite" style="color:#4D4D4D;font-weight:bold;text-decoration:none;">Monte Pelmo (3.168m) mit Berni</a></td>
</tr>
</table>
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