Beim Visitor Center gab es auch kaum neue Informationen. Hiking ist gefährlich wegen den Bären, See ist zugefroren und im Süden ist noch nicht viel los.
Haben uns daher entschlossen zuerst einmal eine gemütliche, nachdenkliche Zeit im Norden zu machen. Fuhre also nach Mammoth, wo die berühmten Thermal Springs mit deren Terassen liegen.

Sandhill Cranes
In der Nacht gab es dann auch gleich das erste Wildniss-Erlebnis im Yellowstone. Auf einmal schnaufte und trampelte etwas neben unserem Zelt. Es war gross, musste einiges an Gewicht haben und es waren 6-10 Stück. Schon leicht ängstlich, machte ich das Zelt auf und sah vor unserem Zelt eine Gruppe Bisons den Campground queren. War schon ein sehr eigenes Gefühl von Kontrollverlust, wenn diese Riesentiere neben dir vorbei trampeln und du nur daliegst und hoffen kannst, das keiner einen Fehltritt macht. Hört sich jetzt etwas paranoid an, aber genau das dachte ich mir in diesem Moment. War gleich einmal ein Gefühl davon, wie es sein würde über Nacht im Backcountry zu schlafen, wo Wölfe, Bisons, Elche, Coyoten und Bären (Grizzly- und Schwarzbär) residierten.
Greetz, Kasi
Der Tag war für die Anreise in den Yellowstone NP reserviert. Fuhren zu Mittag in Salt Lake City weg. Auf dem Weg zum Südeingang des Yellowstone NP fuhren wir durch den berühmten Grand Teton NP mit seiner schönen Teton-Bergkette. Diese sah sehr verlockend und nicht gerade leicht aus zum Besteigen, der Mt. Teton hat immerhin 4197m. Vielleicht schaut man ja mal wieder her. Wir erwischten den Sonnenuntergang und die Eindrücke waren der Wahnsinn. Da der Grand Teton NP aber nichts wirklich einzigartiges besitzt, fuhren wir wieder, wie geplant, weiter zum Yellowstone NP.
Kamen um 21h am Südeingang bei Grant Village an und mussten dann noch weiter in den Norden, da hier alles voller Schnee war und die Campgrounds noch nicht einmal offen hatten. Die Bären sollten gerade gefährlich sein, da sie Junge haben und ihr Revier verteidigen. Beim Lake Yellowstone hatte auch erst vor einem Tag das erste Eis gebrochen, somit schaute es mit unserer kleinen Bootstour darauf auch nicht gut aus.
War alles in allem etwas deprimierend, da es leider so ausschaute, als wären wir um 2-3 Wochen zu früh dran und unser erhofftes Abenteuer in der Wildniss in Gefahr war.
Fuhren also nach Madison zum Übernachten. Mal schauen was uns morgen beim Visitor Center so erzählt wird.
Greetz, Kasi
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Bear’s Lake
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Lewis Lake
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Teton Bergkette
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Grand Teton NP
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Einiges an Arbeit wartete in Salt Lake City auf uns, da sich in drei Wochen ohne durchgehendem Strom und infrastruktureller Versorgung Einiges angesammelt hat. Verbrachte somit den ersten Tag in der Stadt. Salt Lake City hat viele Grünflächen da es zwischen den Bergen eingebettet ist. Setzt sich ebenso wie Phoenix und San Francisco auch aus mehreren Vierteln zusammen und erstreckt sich über eine weite Fläche. Die Gipfel erstrecken sich über 3000m und tragen zur Zeit noch einiges an Schnee, ist hier eine sehr gute Wintersportregion. Im Sommer dagegen soll es ziemlich heiß und trocken werden.
Am Montag holten wir uns das neue Mietauto ab. Wie erwartet funktionierte dies nicht ohne Komplikationen, wodurch es uns 4h kostete. Bin schon gespannt ob wir im Nachhinein noch eine Rechnung für Schäden oder anderen Dingen erhalten.
Am Abend gabs natürlich nichts außer Basketball, dies versteht sich mittlerweile hoffentlich von selbst. Man muss die Zeit nutzten in denen man mit der Welt verbunden ist. Schaut so aus als werde ich von den Finals eh kaum etwas mitbekommen.
Greetz, Kasi
Zu Mittag bogen wir auf dem Weg nach Salt Lake City zum Canyonlands NP ab.
Dieser eher nicht so bekannte und wahrscheinlich unter der Popularität des Arches NP etwas leidende Park, galt als Geheimtip und konnte die Erwartungen auch voll erfüllen. Die Aussicht über die Canyons die vom Colorado River und Green River her rühren die hier zusammenfliessen, boten eine weitläufigere und flachere Plateau- und Canyonstruktur als der Grand Canyon. Mehr als am Viewpoint verweilen machten wir hier aber trotzdem nicht.
Denn es ging endlich wieder in eine Stadt nämlich Salt Lake City. Die Hauptstadt Utah’s und der Mormonen wurde schon sehnlichst erwartet, da ein Motel mit all seinen Annehmlichkeiten nach mehr als drei Wochen Zelten sich schon in unseren Köpfen manfestiert hatte.
Die Landschaft veränderte sich nördlich von Moab sehr schnell in eine alpinere Landschaft mit mehr Vegetation (Granit statt Sandstein). Die Verlassenheit und Trostlosigkeit dieser Gegend ist unbeschreiblich und hätte zahlreiche Motive gegeben. Da es jedoch noch immer regnete und ein Motel auf uns wartete lies ich es bleiben. Fuhren einmal vom Highway in eine Ortschaft Namens Helper ab. Alle Läden waren geschlossen und wir sahen in ganz Downtown keine Menschenseele. Es war wirklich schwer zu sagen, ob dies hier normal ist oder es gar keine Zivilisation mehr gibt.
Im Abendprogramm waren natürlich verpflichtend die Conference Finals reserviert. Habe auch endlich wieder etwas Innenpolitik gesehen. Obama gab zeitgleich mit Cheney eine Pressekonferenz zur “Nationalen Sicherheit”, dem Hauptangriffsziel Cheney’s an Obama’s Politik. Der Zustand Obama’s war dieses Mal wieder besser. Das letzte Mal als ich ihn in Phoenix sah war er schon sehr erschöpft und ausgebrannt und tat sich schwer bei der Rede. Dies ist bei seiner Task-Liste aber auch mehr als verständlich.
Greetz, Kasi
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Canyonlands NP
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Canyonlands NP
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Windkraft in der Nähe von Salt Lake City
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