Archive for Mai, 2009

Beim Visitor Center gab es auch kaum neue Informationen. Hiking ist gefährlich wegen den Bären, See ist zugefroren und im Süden ist noch nicht viel los.

Haben uns daher entschlossen zuerst einmal eine gemütliche, nachdenkliche Zeit im Norden zu machen. Fuhre also nach Mammoth, wo die berühmten Thermal Springs mit deren Terassen liegen.

Sandhill Cranes

Sandhill Cranes


In der Nacht gab es dann auch gleich das erste Wildniss-Erlebnis im Yellowstone. Auf einmal schnaufte und trampelte etwas neben unserem Zelt. Es war gross, musste einiges an Gewicht haben und es waren 6-10 Stück. Schon leicht ängstlich, machte ich das Zelt auf und sah vor unserem Zelt eine Gruppe Bisons den Campground queren. War schon ein sehr eigenes Gefühl von Kontrollverlust, wenn diese Riesentiere neben dir vorbei trampeln und du nur daliegst und hoffen kannst, das keiner einen Fehltritt macht. Hört sich jetzt etwas paranoid an, aber genau das dachte ich mir in diesem Moment. War gleich einmal ein Gefühl davon, wie es sein würde über Nacht im Backcountry zu schlafen, wo Wölfe, Bisons, Elche, Coyoten und Bären (Grizzly- und Schwarzbär) residierten.

Greetz, Kasi

Der Tag war für die Anreise in den Yellowstone NP reserviert. Fuhren zu Mittag in Salt Lake City weg. Auf dem Weg zum Südeingang des Yellowstone NP fuhren wir durch den berühmten Grand Teton NP mit seiner schönen Teton-Bergkette. Diese sah sehr verlockend und nicht gerade leicht aus zum Besteigen, der Mt. Teton hat immerhin 4197m. Vielleicht schaut man ja mal wieder her. Wir erwischten den Sonnenuntergang und die Eindrücke waren der Wahnsinn. Da der Grand Teton NP aber nichts wirklich einzigartiges besitzt, fuhren wir wieder, wie geplant, weiter zum Yellowstone NP.

Kamen um 21h am Südeingang bei Grant Village an und mussten dann noch weiter in den Norden, da hier alles voller Schnee war und die Campgrounds noch nicht einmal offen hatten. Die Bären sollten gerade gefährlich sein, da sie Junge haben und ihr Revier verteidigen. Beim Lake Yellowstone hatte auch erst vor einem Tag das erste Eis gebrochen, somit schaute es mit unserer kleinen Bootstour darauf auch nicht gut aus.
War alles in allem etwas deprimierend, da es leider so ausschaute, als wären wir um 2-3 Wochen zu früh dran und unser erhofftes Abenteuer in der Wildniss in Gefahr war.

Fuhren also nach Madison zum Übernachten. Mal schauen was uns morgen beim Visitor Center so erzählt wird.

Greetz, Kasi


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Einiges an Arbeit wartete in Salt Lake City auf uns, da sich in drei Wochen ohne durchgehendem Strom und infrastruktureller Versorgung Einiges angesammelt hat. Verbrachte somit den ersten Tag in der Stadt. Salt Lake City hat viele Grünflächen da es zwischen den Bergen eingebettet ist. Setzt sich ebenso wie Phoenix und San Francisco auch aus mehreren Vierteln zusammen und erstreckt sich über eine weite Fläche. Die Gipfel erstrecken sich über 3000m und tragen zur Zeit noch einiges an Schnee, ist hier eine sehr gute Wintersportregion. Im Sommer dagegen soll es ziemlich heiß und trocken werden.

Am Montag holten wir uns das neue Mietauto ab. Wie erwartet funktionierte dies nicht ohne Komplikationen, wodurch es uns 4h kostete. Bin schon gespannt ob wir im Nachhinein noch eine Rechnung für Schäden oder anderen Dingen erhalten.

Am Abend gabs natürlich nichts außer Basketball, dies versteht sich mittlerweile hoffentlich von selbst. Man muss die Zeit nutzten in denen man mit der Welt verbunden ist. Schaut so aus als werde ich von den Finals eh kaum etwas mitbekommen.

Greetz, Kasi

Zu Mittag bogen wir auf dem Weg nach Salt Lake City zum Canyonlands NP ab.
Dieser eher nicht so bekannte und wahrscheinlich unter der Popularität des Arches NP etwas leidende Park, galt als Geheimtip und konnte die Erwartungen auch voll erfüllen. Die Aussicht über die Canyons die vom Colorado River und Green River her rühren die hier zusammenfliessen, boten eine weitläufigere und flachere Plateau- und Canyonstruktur als der Grand Canyon. Mehr als am Viewpoint verweilen machten wir hier aber trotzdem nicht.

Denn es ging endlich wieder in eine Stadt nämlich Salt Lake City. Die Hauptstadt Utah’s und der Mormonen wurde schon sehnlichst erwartet, da ein Motel mit all seinen Annehmlichkeiten nach mehr als drei Wochen Zelten sich schon in unseren Köpfen manfestiert hatte.

Die Landschaft veränderte sich nördlich von Moab sehr schnell in eine alpinere Landschaft mit mehr Vegetation (Granit statt Sandstein). Die Verlassenheit und Trostlosigkeit dieser Gegend ist unbeschreiblich und hätte zahlreiche Motive gegeben. Da es jedoch noch immer regnete und ein Motel auf uns wartete lies ich es bleiben. Fuhren einmal vom Highway in eine Ortschaft Namens Helper ab. Alle Läden waren geschlossen und wir sahen in ganz Downtown keine Menschenseele. Es war wirklich schwer zu sagen, ob dies hier normal ist oder es gar keine Zivilisation mehr gibt.

Im Abendprogramm waren natürlich verpflichtend die Conference Finals reserviert. Habe auch endlich wieder etwas Innenpolitik gesehen. Obama gab zeitgleich mit Cheney eine Pressekonferenz zur „Nationalen Sicherheit“, dem Hauptangriffsziel Cheney’s an Obama’s Politik. Der Zustand Obama’s war dieses Mal wieder besser. Das letzte Mal als ich ihn in Phoenix sah war er schon sehr erschöpft und ausgebrannt und tat sich schwer bei der Rede. Dies ist bei seiner Task-Liste aber auch mehr als verständlich.

Greetz, Kasi


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Yeeehaaa, Moab rockz!!!

In der Früh regnete es wieder, daher fuhr ich mit dem MTB erst zu Mittag aus. Probierte ungebrochenen Mutes nach dem herben Rückschlag am Mittwoch auch heute wieder einen D-Trail (schwierig). Der Flat Pass Road aka Steeler Bender Trail führte genau von unserem Campground an Ken’s Lake über ein Plateau nach Moab rein, wo ich dann das Rad wieder abgab.

Und das Risiko hat sich dieses Mal mehr als ausgezahlt. Mein Fully wurde über Sandstein Treppen geschossen, Steine wurden als Kicker für Sprünge benutzt, das Schwimmen im Sand bot ein super Gefühl und ein paar steile Kletterpassagen konnten auch durchgetreten werden. War technisch anspruchsvoll und konnte mit einigen sehr happigen Stellen (DD=sehr schwierig) aufwarten. Am meisten Spass machte aber wie immer die Abfahrt. Schnelle Passagen im Sand gefolgt von glatten, und bis zu 70cm hohen Sandstein-Treppen versprühten Endorphine und Adrenalin.

Danach ging es wieder zum Arches NP, um heute den Delicate Arch beim Sonnenuntergang zu erwischen. Bereits bei der Anfahrt wurde aber klar, dass uns die Natur einen Strich durch die Rechnung machen wird. Der wolkenbedeckte Gewitterhimmel konnte aber mit einem Panorama aufwarten, welches vielleicht durch sonnenklaren Himmel gar nicht erreicht werden hätte können.
Die Geschichten von Schweiz-Indien Konflikt und dem temporären Thunderstorms werden zu Hause erzählt.

Da der Tag noch nicht genug Abenteuer bot, verlor ich am Abend im Fluss neben unserem Heim einen Flip-Flop. Der davon schwimmende Schuh konnte ohne Fußbekleidung und mit nassen Haaren und Oberkörper nicht gleich erwischt werden. Somit ging ich den Fluss sporadisch von unten nach oben ab um ihn zu suchen. Vom Flussbett aus erspähte ich ihn aber nicht, also startete ich das ganze noch einmal von vorne an, dieses Mal im Fluss und abgetrocknet. Zehn Meter bevor ich wieder bei unserem Zelt ankam und eine Stunde später fand ich ihn dann, verhedert in einem Stück Holz am Flussrand. Das ganze hört sich lustig an und war es auch. Der Grund warum ich dies jedoch so sah, dürfte die super Stimmung der letzten Tage sein, sonst kann einem so etwas schon mal den letzten Nerv rauben.
Wie geschrieben, Moab rockt gehörig!

Grüße, Stefan

GPS Track

Elevation Profile
Flat Pass Rd. aka Steelers Bender Trail 2009-05-22 (GPX File)

Nutzungsbestimmung GPS Tracks

Am Nachmittag konnten wir uns endlich zum Besuch des Arches NP aufraffen. Von vielen Menschen mit Vorschusslorbeeren überhäuft, waren wir schon gespannt ob er uns etwas Neues bieten kann. Besuchten zuerst den Balanced Rock, bevor es weiter zum ersten Arches-Trail ging.

Der Landscape Arch ist der größte des Nationalparks und ist seit Jahren in Gefahr zusammenzubrechen. Erst vor kurzem ist ein größeres Stück herausgebrochen, so dass jederzeit damit gerechnet werden muss, das er in sich kollabiert. Der Trail weiter zum Double O Arch ist zwar mit seinen 4km extra nicht kurz, aber hat eine super Fernsicht und Landschaft zu bieten.
Da der Magen knurrte und die Zeit davonlief, verschoben wir den Delicate Arch auf Morgen und schauten noch kurz beim Double Arch vorbei. Ja so war es wirklich. Parken -> 100m Gehen -> Klick -> 100m Gehen -> Weiterfahren

Ich besuchte am Abend einmal eine amerikanische Sports-Bar in Moab, es waren ja gerade NBA Conference Finals 2009. Auch hier warteten einige skurrille und kauzige Personen auf mich. Schien ein bisschen nach dem Treffpunkt für Liebhaber von Drinks und Glücksspiel zu sein, wenn ihr wisst was ich meine. Laut herumgröhlende Frauen um die 40, eine verschämt unfreundliche Bedienung und der Sieg der Lakers gegen die Nuggets vermiesten mir aber nicht den Abend.
Love for the game!

Greetz, Kasi

Wie gestern schon geschrieben, so richtig abgehen tut es gerade nicht bei uns. Die fehlende Abwechslung zwischen den eher touristisch angehauchten Besuchen der Nationalparks und anderen Sehenswürdigkeiten und die geringen Unterschiede jener lassen die Flamme gerade ein bisschen niedrig loddern.

Aus diesem Grund habe ich mir ein Mountainbike ausgeliehen, Moab scheint ja die amerikanische Version des Gardasees zu sein. Da ich mir im Sommer ein neues Bike kaufen möchte, wollte ich mir gleich einmal eine Referenz besorgen und hab mir ein Spezialized Enduro SL Expert (All Mountain) mit 150mm Federweg ausgeliehen.

Sollte natürlich nicht zum Anschauen da sein was mir gleich den ersten Trail bescherte. Hatte mir auf einer Karte eine schöne Überquerung eines Plateaus raus gesucht. Die Schwierigkeit war konstant D (difficult), genau in der Mitte der Skala. Normalerweise sind meiner Erfahrung nach Ratings eher überbewertet um unerfahrene Abzuschrecken. Aus diesem Grund dachte ich mir dann auch, das passt super und wenn es zu schwer wird kann ich ja noch immer schieben.

Brach gegen 17h zur Anfahrt meiner ersten Mountainbike-Tour 2009 Richtung Colorado River auf. Die Szenerie am Fluss der sich zwischen dem Sandstein eingefräst hatte war super, jedoch begann es gleich etwas holprig, was für mich jetzt nichts Neues ist. Vergaß an einem Rastplatz meine Sonnenbrille und verlor so etwas mehr als eine halbe Stunde und mein MP3-Player mit der mentalen Unterstützung für das Bergauf-Fahren gab auch gleich seinen Geist auf. Sowas soll einen aber nicht ablenken und so stand ich um 18h am beginn des Hunter Canyon Trailheads mit seinen fünf Kilometern horizontaler Distanz und kaum vertikaler Steigung. Insgesamt sollten es 500 Höhenmetern werden und dies war nur der erste Abschnitt von ungefähr 20 Kilometern Distanz. Also alles in allem machbar, dachte ich mir.
Dies änderte sich jedoch sehr schnell als ich auf den Trail ging. Sand und noch mehr Sand, zum Fahren mit einem Mountainbike also komplett unbrauchbar und sehr, sehr anstrengend. Somit war der erste Kilometer von Schieben, Tragen und zwischen Gestrüpp durchpferchen des Rades geprägt.
Die grossen Sandsteine machten das Fahren an den sandfreien Stellen auch nicht leicht. Auf den nächsten 500m gab es dann immerhin drei Stellen mit super schönen Treppen und kleinen Flächen auf denen man schön Fahren, Springen – einfach Gas geben – konnte. Dies war jedoch nach 50m wieder vorbei.

Hunter Canyon Trail

Hunter Canyon Trail

Da es mittlerweile schon 19h und somit die Sonne am untergehen war (stand ja in einem Canyon), vor mir noch 3,5km Canyon lagen und dann eine 5 km lange Abfahrt im Schwierigkeitsgrad DD (sehr schwer) anstand, kehrte ich um.

Die Provokation des Übermächtigen hörte nicht auf und es begann ein kleiner Sturm, der mit Boen entgegen meiner Fahrtrichtung, teils beim Bergauffahren, gegen mich ankämpfte. Um 20h, schon ziemlich erschöpft und der Hintern schmerzend, da nur normale Hose an, kam ich dann wieder zum flachen Anfahrts-Stück. Ab hier waren es jetzt nur mehr ungefähr 25km. Normal in Form mit meinem Bike am Attersse bei normalen Verhältnissen wäre das ziemlich genau eine Stunde. Hier wurden aber im Finstern, nahe am Aufgeben, sehr sehr lange zweieinhalb Stunden ständig leichten Bergauffahrens gegen den Wind. Musste einige Male vom Rad runter, da mein Hintern schrie und die Füsse wieder mit frischer Energie versorgt werden mussten. Kann mich nicht erinnern, dies je bei einer Radtour öfters als zweimal getan zu haben, hier waren es sicher 10-mal, am Ende alle 200m.
Kam dann um 22h30 völlig erschöpft an und belohnte mich mit zwei Riesentassen Kakao und einem saftigen Steak, ein Abendessen für Götter.

In Sachen Willenskraft und Ausdauer war es auf jeden Fall eines meiner extremsten Erlebnisse. Die erste Tour im Jahr gleich fünf Stunden und dann auch noch mit einem schweren Fully war auf jeden Fall zu viel. Hoffe nur die anderen Trails sind etwas kasi-tauglicher.

Greetz, Kasi

Jaja, so  schön könnte das Leben sein.

MO wurde entspannt und es gab selbstgegrillte Steaks. Fleisch war ziemlich flachsig und die Ofenkartoffeln gehören anscheinend doch gekocht. Haben wir wieder was dazu gelernt hier in der Wildniss, gepasst hat es so auch.

Am DI hat es geregnet, was uns zur Verzückung brachte.  Es donnerte und blitzte, nicht nur am Himmel sondern auch in unseren Augen. Komisch, was ein bisschen Regen bei jungen Männern anrichten kann.  Hoffe ich kann bald mal wieder etwas spannenderes berichten, zur Zeit tut sich nicht sehr viel außer nachdenken und entspannen.

Greetz, Kasi


war’s bisher, aber jetzt 😉


„cogito ergo sum“ – vom alten rené descartes … WHAT an illusion!

NOW is the moment, because when then ???


love to our soul, berni

waren gestern kurz auf ein mittags-essen in hanksville. JA, es gibt sogar einen wiki-eintrag, obgleich der eh schon alles sagt, was es zu sagen gibt!

alter alter, so ein gott-verlassenes kaff hab ich mein leben lang noch nicht gesehen! gleich beim eingang des restaurants waren so komische bunte pillen … ich glaube das waren irgendwelche … naja ihr wisst schon, damit man die monotonie dieses ortes und restaurants doch wieder irgendwie dynamisch, flashig und lustig finden kann ;).

da waren leute drinnen, einfach schräg! eine echt mächtige frau, die, meiner meinung nach nicht ganz passend, beschlossen haben dürfte, sie trägt jetzt nur mehr bauchfrei, um ihre weiblichkeit zu unter-streichen. hinten im abgesperrten bereich saßen irgendwelche asiaten, die sich wohl hierher zurückgezogen haben um sich in sicherheit wiegen zu können und im safari-outfit die letzten börsen-spekulationen betrieben und firmen-anteile verpokerten. die zwei kellnerinnen kamen sowieso so rüber, als ob sie auf irgendetwas hängen geblieben sind (und nicht nur auf ihren dauer-grinser). der coolste war dafür der koch, der aussah wie der berühmte wrestler hulk hogan. er hatte nämlich ein pinkes t-shirt an wo oben stand:

hanksville

naja, eigentlich war’s eh ganz nett und ein interessantes erlebnis … aber FUCK !!!

hier geboren zu sein muss wirklich als nur ein halbes leben gewertet werden – aber immerhin, es ist leben ;)!

best greeTz to glory austria by -berni-